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war umſonſt. Plumps! lagſt du, und ward ein Geziſch und Gelaͤchter uͤber dir, und wurdeſt mit Schneeballen geſchmiſſen uͤber und uͤber. Neben meinem Haus lag eines Jaͤgers Hund an einer Kette, eine ſo biſſige Beſtie, die dir die Maͤdels wie der Blitz am Rockzipfel hatte, wenn ſie ſich's verſahn und zu nah' dran vorbeiſtrichen. Das war nun mein Seelengaudium, den Hund uͤberall zu necken, wo ich nur konnte, und wollt' halb krepiren vor Lachen, wenn mich dann das Thier ſo giftig an⸗ ſtierte, und ſo gern auf mich losgerannt waͤre, wenn's nur gekonnt haͤtte.— Was geſchieht? Ein andermal mach' ich's ihm auch wieder ſo, und werf' ihn mit einem Stein ſo derb an die Rippen, daß er vor Wuth von der Kette reißt und auf mich dar, und ich, wie alle Donnerwetter, reiß' aus und davon— Tauſend Schwernoth! da iſt dir juſt der vermaledeite Graben dazwiſchen. Was zu thun? der Hund iſt mir hart an den Fer⸗ ſen und wuͤthend, alſo kurz reſolvirt— einen Anlauf genom⸗ men— druͤben bin ich. Dem Sprung hatt' ich Leib und Leben zu danken, die Beſtie haͤtte mich zu Schanden geriſſen.
Moor. Aber wozu jetzt das?
Spiegelberg. Dazu— daß du ſehen ſollſt, wie die Kraͤfte wachſen in der Noth. Darum laſſ' ich mir's auch nicht bange ſeyn, wenn's aufs Aeußerſte kommt. Der Muth waͤchst mit der Gefahr! die Kraft erhebt ſich im Drang. Das Schickſal muß einen großen Mann aus mir haben wollen, weil's mir ſo quer durch den Weg ſtreicht.
Moor aargerlich). Ich wuͤßte nicht, wozu wir den Muth noch haben ſollten und noch nicht gehabt haͤtten.
Spiegelberg. So?— Und du willſt alſo deine Gaben in dir verwittern laſſen? dein Pfund vergraben? Meinſt du, deine Stinkereien in Leipzig machen die Graͤnzen des menſch⸗ lichen Witzes aus? Da laſſ' uns erſt in die große Welt kommen.


