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Moorr. Schaͤndliche Kerle!
Spiegelberg. Der Leichenpomp ward veranſtaltet in aller Pracht, Carmina gab's die ſchwere Meng' um den Hund, und wir zogen aus des Nachts gegen Tauſend, eine Laterne in der einen Hand, unſern Raufdegen in der andern, und ſo fort durch die Stadt mit Glockenſpiel und Geklimper, bis der Hund bei⸗ geſetzt war. Drauf gab's ein Freſſen, das waͤhrte bis an den lichten Morgen, da bedankteſt du dich bei den Herren fuͤr das herzliche Beileid, und ließeſt das Fleiſch verkaufen um's halbe Geld. Mort de ma vie! da hatten wir dir Reſpect, wie eine Garniſon in einer eroberten Feſtung—
Moor. Und du ſchaͤmſt dich nicht, damit groß zu prahlen? Haſt nicht einmal ſo viel Scham, dich dieſer Streiche zu ſchaͤmen?
Spiegelberg. Geh', geh'! Du biſt nicht mehr Moor. Weißt du noch, wie tauſendmal du, die Flaſche in der Hand, den alten Filzen haſt aufgezogen, und geſagt: er ſoll nur darauf los ſchaben und ſcharren, du wolleſt dir dafuͤr die Gurgel ab⸗ ſaufen.— Weißt du auch noch? he? weißt du noch? O du heilloſer, erbaͤrmlicher Prahlhans! das war noch maͤnnlich ge⸗ ſprochen und edelmaͤnniſch, aber—
Moor. Verflucht ſeyſt du, daß du mich daran erinnerſt! verflucht ich, daß ich es ſagte! Aber es war nur im Dampfe des Weins, und mein Herz hoͤrte nicht, was meine Zunge prahlte.
Spiegelberg(ſchuͤttelt den Kopy. Nein! nein! nein! das kann nicht ſeyn. Unmoͤglich, Bruder, das kann dein Ernſt nicht ſeyn. Sag', Bruͤderchen, iſt es nicht die Noth, die dich ſo ſtimmt? Komm', laſſ' dir ein Stuͤckchen aus meinen Buben⸗ jahren erzaͤhlen. Da hatt' ich neben meinem Haus einen Gra⸗ ben, der, wie wenig, ſeine acht Schuh breit war, wo wir Buben uns in die Wette bemuͤhten, hinuͤber zu ſpringen. Aber das


