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der Erde auszufuͤllen, am Wenigſten durch eine ſinnliche Wallung, ſie war geſchieden von ihrem Gatten, und ſolch eine taͤuſchende Suͤhne war ihrem edleren Sinne ein Graus.
Schreiend riß ſie ſich mit aller Gewalt aus den Ar⸗ men des Grafen, und ſtürzte hinweg—
Von da an war ein gewaltſamer Untergang kaum noch von ihr abzuwenden: vergebende Liebe, wie der Graf ſeine dargebotene Umarmung nannte, ſchnoͤde abgewieſen zu ſehn, das iſt ein Dolchſtoß fuͤr jegliche Eitelkeit, und dagegen ſchlaͤgt dieſe mit geſchloſſenen Augen, bis ſie keinen Widerſtand mehr verſpuͤrt, und bis ſie die heuch⸗ leriſche Undankbarkeit, wie ſie den Gegner bezeichnet, ge⸗ toͤdtet zu haben glaubt zum Wohle der Menſchheit. Viel⸗ leicht war es fuͤr Steigerung der Wuth gar nicht noͤthig, daß der Graf am Morgen nach jener Nacht durch den Moͤnch aus Angers einen Brief Florentin's erhielt, in welchem ihn dieſer mit Spott und Vorwuͤrfen uͤberhaͤufte.„Wie?“ hieß es darin,„Himmel und Erde ſetzt Ihr in Bewe⸗ gung, um die Ehebrecherin in Eure Gewalt zu bekom⸗ men, und nun, nachdem dies endlich gelungen, nachdem wir ſie Euch mit unermeßlichen Opfern ausgeliefert— ich ſelbſt habe mir dadurch den Haß des Koͤnigs und Ver⸗ bannung zugezogen— nachdem wir ſie Euch in's eigene Haus gebracht, ohne daß Ihr einen Fuß darum zu ruͤh⸗ ren gehabt, nachdem Ihr muͤßig den Triumph einer ven ſelbſt reuig heimkehrenden, der Strafe beduͤrftigen Gattin genoſſen habt, nun gebt Ihr uns zum Danke das Schau⸗ ſpiel eines mattherzigen Hahnrei's, der zufrieden iſt, das geſtohlene Eigenthum beſudelt und entwerthet wieder zu erhalten?! Iſt das Euer Seigneur⸗Stolz neben einem despotiſchen Koͤnige? Iſt das die Lehre, die Ihr ihm ge⸗ ben wollt?! Wahrhaftig, er wird den Bretonen mit Recht in's Antlitz lachen, wenn er jetzt nach Rennes kommt, und erzaͤhlen hört, daß Alles wieder in Ordnung ſei auf Schloß Chateaubriant—“
Der Brief war ohne Ortsbezeichnung und Namens⸗
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