Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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des Grafen ſogleich wieder ausgewieſen zu werden. Aber die Frauen⸗Natur geſtattete es doch nicht anders: Margot half luͤften, abſtaͤuben und ordnen„und ein ununterrichteter Zuſchauer haͤtte glauben konnen, es handle ſich hier um nichts weiter, als um haͤusliche Behaglichkeit.

Waͤhrend dem gingen Chimene und Lautree in der praͤch⸗ tigen Gallerie dieſes neuen Schloſſes auf und nieder. Dieſe Gallerie ward durch vierzig Arkaden gebildet, und galt fuͤr ein Wunder des Lurus in der anſpruchsloſen Bretagne. Chimene war wieder in Frauenkleidung: im letzten Nacht⸗ quartiere hatte ſie ſich der Knabentracht entledigt, doch nicht ohne ein demüthigendes Gefuͤhl. Des Koͤnigs wegen, der ſie nicht erkennen, der durch ſie nicht wieder gehindert wer⸗ den ſollte in ſeiner Aufmerkſamkeit fuͤr Francoiſe, hatte ſie die Verkleidung gewaͤhlt, und hatte auf Cognac erfahren, daß dies eine ganz uͤberfluͤſſige Sorge geweſen ſei. Franz hatte mit keiner Sylbe nach Chimene gefragt. Ein Mäd⸗ chen ſei noch ſo aufopfernd fuͤr ihre Freundin, ſie weiſe noch ſo tapfer den Liebhaber ihrer Freundin zuruͤck, wenn er ſtatt der Freundin ihr ſelbſt den Hof macht ſie wird doch einer aͤrgerlichen Empfindung nicht entgehn, wenn der Liebhaber ſich ihr gehorſam zeigt und die Aufmerkſamkeit fuͤr ſie ver⸗ gißt. Und Chimene war ein edles Geſchoͤpf und war von melancholiſcher Art: was einem gewoͤhnlichen Maͤdchen aͤrgerliche Empfindung erregen mußte, das hatte tiefere Folgen fuͤr die Infantado, welche ſich von Jugend auf ver⸗ ſtoßen geſehn hatte. Du biſt nicht beſtimmt zu irgend einem Gluͤck, ſagte ſie ſich, nicht zu ſtillem Genuſſe des ſchwaͤchſten

Freudeſchimmers, Dein Vater hat Recht. Ziehe Dich zu⸗

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