Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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haͤtte er mir nie wieder getraut, und zu helfen war damals

doch nicht. Thun Sie auch ja garſtig gegen mich, wenn

Sie hier bleiben— aber's iſt beſſer, Sie bleiben nicht hier. Ich muß bleiben, Baptiſte— geh, und melde uns! Gillover oͤffnet nicht, wenn er Sie erblickt, das iſt ein

Satan!

So geſchah es denn auch: Gillover oͤffnete die Bruͤcken⸗ pforte nicht, und Francoiſe konnte ihr Kind nicht ſehen. Man mußte auf die Rückkehr des Grafen warten, und da dieſe erſt gegen Abend erfolgen konnte, ſo mußte man ſich in dem verodeten Schloſſe einrichten auf die Gefahr, daß der heimkehrende Wirth die ungeladenen Gaͤſte aus der Thuͤr weiſe. Dieſe Unſicherheit machte den Tag zu einem uͤberaus qualvollen fuͤr alle Theile: wie in ſchwuͤler Ge⸗ witterluft, die jeden Augenblick mit zerſtoͤrendem Blitze ſich entladen konne, bewegten ſie ſich einher.

Francoiſe fand ihre Zimmer ſo, wie ſie ſelbige bei ih⸗ rer ſchnellen Abreiſe nach Blois verlaſſen: das Kleid, wel⸗ ches ſie damals abgelegt, um den Reitrock anzuthun, hing noch uͤber dem Seſſel. Ach, ſeufzte die Angſt in ihr, haͤtteſt Du es doch nie vertauſcht! Dicker Staub lag auf allen Ge⸗ raͤthen, keines Menſchen Fuß ſchien ſeit jener Zeit in dieſen Naͤumen geweſen zu ſein. Ein Voͤglein, welches ſie ſich im Bauer gepflegt, waͤr dabei zu Grunde gegangen: kaum noch kennbar lag es als halbverweſte Leiche am Boden des

Bauers. Uebler, ſtockiger Geruch erfuͤllte die Zimmer, ſo wie er aus ſchlimmen Gefaͤngniſſen entgegen dringt.

Es hatte fur ſie etwas beſonders Qualvolles, daß ſie

ſich jetzt hier einrichten ſolle, um vielleicht bei der Ruͤckkehr