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dann werde er dem Grafen den Zeitpunkt bezeichnen, von welchem an er ruͤckſichtslos gegen ſeine Gattin verfahren koͤnne. Auf Bezeichnung dieſes Zeitpunktes wartete jetzt Graf Chateaubriant mit Geduld: er hatte hinreichende Proben gehabt, daß er ſich auf Florentin verlaſſen koͤnne. Floren⸗ tin aber war durch die Ereigniſſe in Cognac überraſcht worden, und ſo hielt die Graͤfin Frangoiſe mit Chimene, Lautrec und Margot vor dem Schloſſe Chateaubriant, ohne daß der Graf eine Ahnung von ihrer Ankunft hatte.
Es war ein lieblicher Fruͤhlingsmorgen, und der Graf war in den Wald hinaus geritten, um ſeine Falken ſteigen zu laſſen. Gillover bewachte das alte Thurmſchloß, in wel⸗ chem Louiſon mit Conſtance am noͤrdlichen Fenſter ſaßen, und üͤber die Chere nach dem Forſte hinuͤber blickten, in welchen der Graf geritten war. Sie ſahen alſo die An⸗ kömmlinge nicht, denn dieſe kamen von Suͤden. Es war todtenſtill im neuen Schloſſe, vor welchem ſie abſtiegen, und der Graͤfin, welche hier von ihren Begleitern Abſchied neh⸗ men wollte, ſchlug das Herz lebhaft. War es das Herz der Mutter, welche ihr Kind wiederſehen ſoll, oder war es das Herz der Gattin, welche vor ihren Richter treten und ſich deſſen Gericht unterwerfen wollte?
Sie hatte eiſern darauf beſtanden, geraden Wegs da⸗ her zu reiten. Umſonſt hatten Lautrec und Chimene gebe⸗ ten, ſie moͤge ſich in ein Kloſter zurückziehn. Und meine Tochter? Und meine Pflicht? hatte ſie unerſchuͤtterlich er⸗ widert. Das aber hatten ſich Lautrec und Chimene hinter
ihrem Ruͤcken gelobt, ſie an der Schwelle von Chateaubriant


