Zuthun zu einer paſſenderen und leichteren Loͤſung des Ver haͤltniſſes gelangen werde, als wenn er, unbekannt mit de
feineren Faͤden, ſich hinein miſche. Chateaubriant war da⸗
mals unfaͤhig zu neuen Plaͤnen, er litt von dem Sturze hef⸗ tige Schmerzen am Kopfe, und was die Ueberredung des Prieſters nicht vermocht haͤtte, das haͤtte das ſchwindlichte Gefuhl perſoͤnlichen Unvermoͤgens, das Beduͤrfniß augen⸗ blicklicher Ruhe bewirkt: er beſchied ſich, und ging nach der Bretagne zuruͤck. Die monatlichen regelmaͤßigen Nachrich⸗ ten, welche ihm ein Moͤnch aus Angers brachte, uͤberzeugten ihn, daß ſeine Angelegenheit in ſorgfaltigen Haͤnden ſei, und daß er zuwarten könne. Auch fuͤhlte er ſich waͤhrend der Abweſenheit des Koͤnigs weniger getrieben, und er un⸗ ternahm nichts gegen die Graͤfin, als man endlich erfahren hatte, ſie ſei in Foix, weil ihm Florentin ſagen ließ: das Verhaͤltniß ſei bereits durch der Graͤfin Flucht aus Fontai⸗ nebleau ſo gut wie aufgeloͤſ't, er moͤge ſeine endlichen Maaßregeln aber ja ſo lange verſchieben, bis der Koͤnig zu⸗ ruͤckgekehrt ſei. Waͤre dies erſt geſchehn, und haͤtte ſich die⸗ ſer ohne die Graͤfin wieder in Frankreich eingerichtet, ſo haͤtte es keine Bedeutung, was mit der alsdann vergeſſenen Francoiſe geſchehe. Widerfuͤhre ihr aber jetzt etwas Auf⸗ fallendes, ſo koͤnnte es noch bewegend auf den Koͤnig wir⸗ ken, in Theilnahme fuͤr die Graͤfin, in thatſaͤchlichem Haſſe gegen den Grafen. Nach der Kataſtrophe von Pavia waren die Moͤnchsnachrichten lange ausgeblieben, aber von Madrid aus war im Winter die Mittheilung gekommen, es ſei jetzt Alles zwiſchen dem Koͤnige und der Graͤfin zu Ende, und ſobald Florentin mit dem Koͤnige aus Spanien heimgekehrt,


