Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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ben, ſind in mein Herz gegraben, wie ſoll ich ſie ihm wie⸗ dergeben, da er mein Herz verſchmaͤht hat, oder nicht ver⸗ ſteht? Moͤge er gluͤcklich ſein! Auf Gottes weiter Welt wuͤnſcht es vielleicht Niemand ſo von Herzen als Francoiſe von Chateaubriant.“

O mein Gott, mein Gott, welch eine Perle hab' ich blind und frevelhaft mit Füßen getreten! rief ſchluchzend der Köoͤnig, und verhuͤllte ſein Haupt. Moraliſche und koͤr⸗ perliche Schmerzen ſchuͤttelten ſeinen Leib, daß er jammer⸗ voll ſtoͤhnte.

Laßtzwanzig reitende Boten gen Barbezieur, gen Pons, gen Angoulème jagen— ſchrie er ploͤtzlich mitten in ſeinen Schmerzen auf— jeder Fußpfad, der nach der Garonne hinabfuͤhrt, ſoll verfolgt werden, und weiter immer weiter, wenn man ſie nicht einholt bis nach Foix hinauf! Der Koͤ⸗ nig ließe ſie fußfaͤllig bitten, ſie moͤge nach Cognac zuruͤck⸗ kehren, ich waͤre am Tode, ich koͤnnte nicht ohne ſie ſterben!

Louiſe von Angouléème war zugegen, und ſie litt wie unter tauſend Schwertern: ihr Florentin verbannt, ihr Sohn in Lebensgefahr, und die verhaßte Chateaubriant in des Soh⸗ nes Herzen maͤchtiger als je. Denn auch ſie wußte nicht, daß Frangoiſe, die man nach Suͤden hin ſuchte, nach Norden hinabritt.

15.

Graf Chateaubriant wartete in ſeinem Thurme. Es war Florentin's Werk geweſen, daß er nach des Koͤnigs Abreiſe