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ſondern es auch in ganzer Schwere uͤber ihrem Haupte zu verſammeln.
Das Gluͤck iſt unmoͤglich— ſprach ſie leiſe zu ſich— das Gluͤck, fuͤr welches Du heilige Pflichten hintangeſetzt, ſo ergieb Dich nun auch ganz den Pflichten und deren dro⸗ hender Rache.
Sie entfernte Brion und Lautrec, ſie wehrte Chimene und Margot von ſich, und ſaß eine halbe Stunde im dun⸗ klen Zimmer allein. Sie weinte keine Thraͤne, die Zeit der Thraͤnen war voruͤber, ach, ſie haͤtte ſagen koͤnnen: die gluͤckliche Zeit der Thraͤnen. Denn als ſie noch weinen konnte, da konnte ſie ſich auch noch in Taͤuſchungen, in Hoffnungen fuͤr die Zukunft ſchaukeln. Nach jener letzten Taͤuſchung, nach jenem letzten Schritte des Koͤnigs gab es keine Hoffnung, keine Zukunft mehr fuͤr ſie. Der Koͤnig mochte verleitet ſein, ſei's durch was es ſei, daruͤber war kein Zweifel moͤglich: der Koͤnig iſt lieblos!
Sie faßte in jener halben Stunde einen unwiderruflichen Beſchluß, ſie verfaßte ihr Teſtament wie ein Menſch, der in naͤchſter Stunde den Tod erwartet. Darauf rief ſie Guer⸗ nard. Er brachte Licht, und ſie reichte ihm ein prachtvol⸗ les Kaͤſtchen, welches aus Elfenbein geſchnitzt und mit Golde ſtrotzend ausgelegt war. Dies Kaͤſtchen enthielt alle Ringe, Spangen und Ketten, welche ſie vom Koͤnige be⸗ ſaß. Nimm all den Schmuck heraus— befahl ſie in einem Tone, der keinen Widerſpruch duldete— und ſchmilz ihn uͤber dem Feuer zu einem Klumpen.
Dann ſchrieb ſie an den Koͤnig. Und als dies geſchehn war, ſchlug ſie ihre nothwendigſten Habſeligkeiten in ein
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