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Du an meinen Ferſen, ſchlechtes Gewiſſen! Du, der Du des Koͤnigs Handſchrift nachahmſt!— Lautree, dieſer Schleicher hat den abſcheulichen Brief an Frangoiſe ge⸗ ſchreiben!— Du boͤſer Daͤmon ſollſt fertig ſein mit mir. Wenn Du in fuͤnf Minuten noch auf Cognac biſt, wenn Du auf hundert Meilen noch einmal meinem Hofe nahe kommſt, ſo ſoll Dich Deine farbige Kutte vor empfindlicher Zuͤchtigung nicht ſchuͤtzen. Marſch!
Aber auch noch im Sturze war dieſer Prieſter der Graͤ⸗ fin Francoiſe ſchaͤdlich geweſen: er hatte die einer mißhan⸗ delten Liebe gerechte Reue des Koͤnigs unterbrochen.— Ohne dieſen Wechſel waͤre es dem Koͤnige vielleicht nicht moͤglich geweſen, jetzt auf's Pferd zu ſteigen, und zur Jagd bei Fackelſcheine und luſtigem Hoͤrnerklange hinaus zu reiten in die Waͤlder.
Ach, in Frangoiſens Seele gab es keine Unterbre⸗ chung mehr fuͤr die Erkenntniß des Ungluͤcks. So ſteht der Beſitzer eines Palaſtes vor der Feuersbrunſt, welche dies ſein Haus verzehrt, und die helle Lohe laͤßt ihm nicht den geringſten Zweifel mehr uͤbrig, daß Alles, Alles verloren gehe, daß kein Schmuck, kein ſtiller Winkel von ſeinem Beſitzthum uͤbrig bleibe, und er nichts zu thun habe, als einſam hinauszuwandern in die unwirthliche, bedrohliche Nacht.
Aber ſie war ſo gruͤndlich vorbereitet worden fuͤr das entſcheidende Ungluͤck, und ſie hatte eine zum großen Opfer ſo reiflich ausgebildete große Seele, daß ſie keine Ausflucht ſuchte, daß ſie den Muth, ja das Beduͤrfniß hatte, ihr Schickſal nicht nur ganz und ohne Zucken hinzunehmen,


