Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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die praktiſche Kriegsuͤbung beſaß, welche ohne Firlefanz der Hand⸗ und Armſtoͤße geradeaus auf des Gegners Bruſt eindringt, endlich, weil der Koͤnig, der bereits zur Jagd geruͤſtet, nur das kürzere Jagdſchwert gegen Lautree's lan⸗ gen Degen hatte.

Francoiſe ſelbſt, ſein ſtets von ihm gemißhandelter Schutzengel mußte es wieder ſein, welche ihn rettete. Aus ihrer Betaͤubung erwachend hoͤrte ſie die heftigen Worte der Streitenden. Und wenn ſie vom Todesſchlafe erwacht waͤre, haͤtte ſie aus tauſend Stimmen die des Koͤnigs er⸗ kannt. Schwerterklirren folgte; ſie ſprang auf! Wo iſt Lautrec?

Brion, entruſtet uͤber den Koͤnig, und von widerſtrei⸗ tenden Gefuͤhlen hin und her geworfen, deutete ſchweigend nach der Thuͤr zum Vorzimmer. Er mochte keine Partei nehmen.

Er ſicht mit Franz! rief Frangoiſe, und eilte aus der Thuͤr. Haltet ein! ſprach ſie mit ruhiger Stimme, und trat zwiſchen die Schwerter, als ob es ihr Wunſch gewe⸗ ſen waͤre, durchbohrt zu werden.

Die Käͤmpfenden fuhren beide erſchreckt mit den Schwer⸗ tern zuruͤck. Frangoiſe war todtenbleich.

Dies iſt Dein Koͤnig, Lautrec! ſprach ſie, ohne den Koͤnig anzuſehn. Ich bitte ihn fuür Dich um Verzeihung; er wird ſie mir gewaͤhren—

Mehr als das! Mehr als das, Frangoiſe— er war ploͤtzlich gefaßt, und vom Anblicke der todtenbleichen Fran⸗ goiſe bis zu Thraͤnen geruͤhrt.— Gebiete uͤber mich!

Ich danke Euch. Mehr will ich nicht.