Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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heirathen ſoll, unſre Francisca aus dem Wege raͤumen wollten—

Gerechter Gott!

Still! Die Gefahr iſt nun voruͤber, wir haben's in Haͤnden das Gift!

Gift! Um Gotteswillen, gieb her, daß ich's ver⸗ nichte!

Nein, nein! Du koͤnnteſt Schaden damit anrichten.

Ich! laß los!

Befaſſe Dich nicht mit ſolcher Gefahr, Mutter! Auch um es zu verſchütten, bedarf es der groͤßten Vorſicht, ein zufaͤllig vergoſſner Tropfen kann ein Geſchoͤpf toͤdten, und es iſt ſtark genug, um die Charente zu vergiften.

Aber er hatte ſich's ganz gern entreißen laſſen, und blickte ſchadenfroh der hinwegeilenden Margot nach.

Wie ſollte man die Scene beſchreiben, welche der Ue⸗ berreichung des Briefes folgte! Francoiſe fiel aufſchreiend von ihrem Seſſel, und waͤhrend Margot und die auf den Schrei herbeieilende Chimene damit beſchaͤftigt waren, ſie in das zerſtoͤrte Leben zuruͤckzurufen, laſen die Maͤnner den Brief.

Unterdeß war es dem Koͤnige leid geworden, daß er ſich zur Zurückforderung der Liebespfaͤnder hatte bewegen laſſen. Florentin hatte Recht: Franz liebte Frangoiſe dauernd. Gewiſſenspein, erhoͤht durch die ſpaniſche An⸗ gelegenheit, welche ebenfalls ſeinen Charakter unaufhoͤr⸗ lich quaͤlte, trieb ihn umher, und machte es Martin faſt unmoͤglich, ihm die Jagdkleider anzulegen. Der beſſere Menſch behielt im Koͤnige die Oberhand, und er eilte hin⸗