Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Margot kam ihm entgegen, als er in das Vorzimmer der Graͤfin trat, und fragte ihn ziemlich unwirſch, was er wolle. Du bringſt der Francisca immer nur Trauriges, ſetzte ſie hinzu, und findeſt jetzt eben die Seigneurs Lautrec und Brion bei ihr, welche Dich ebenfalls nicht leiden koͤn⸗ nen. Was treibſt Du denn eigentlich, daß Du Dich mit aller Welt verfeindeſt?

Vor Lautree fuͤrchtete ſich Florentin; in deſſen Gegen⸗ wart den Brief zu uͤberreichen ſchien ihm lebensgefährlich, denn wenn dieſer eiſerne Menſch einmal in Zorn gerieth, ſo war ein Degenſtoß durch den Leib fuͤr jeden verdaͤchtigen Nachbar zu beſorgen. Florentin entſchloß ſich alſo ſogleich, die eigne Abgabe des Briefes und den ſie begleitenden Kommentar aufzugeben. Lautree's Zorn, meinte er, wird mich wohl erſetzen!— Er bevollmaͤchtigte alſo ſeine Mut⸗ ter, den Brief an Brion einzuhaͤndigen, und dieſem im Namen des Koͤnigs die Ueberreichung deſſelben an die Graͤ⸗ fin aufzutragen.

Das iſt wohl wieder ein Ungluͤck? fragte Margot angſtlich.

Gott bewahre! der Koͤnig will eine Jagd bei Fackel⸗ ſcheine veranſtalten! erwiderte Florentin, und zog den Brief ſammt dem Flaͤſchchen aus ſeiner Bruſttaſche.

Was iſt in dem Flaͤſchchen?

Still, das iſt nicht fuͤr Euch Frauen! Aber es kann Dich belehren, wie Unrecht Du mir thuſt, indem Du mich immer uͤblen Willens gegen Francisca zeihſt. Mit großer Gefahr hab ich dies Flaͤſchchen den Spaniern entriſſen, die um ihrer Koͤnigin von Portugal willen, welche der Koͤnig

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