Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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„Frangois“ unter den Brief, betrachtete die Schrift und ſchuͤttelte das Haupt. Er ſchien den Sinn der Worte g nicht zu beachten, es war auch ſchon zu dunkel, um mit Leichtigkeit leſen zu koͤnnen, er ſchien nur die Aehnlichkeit der Schriftzuͤge zu pruͤfen. Dann legte er den Brief auf den Tiſch und ging an das entgegengeſetzte Fenſter, durch welches man auf den Hof und die Rampe des Schloſſes blickte.

Der dreiſte Florentin benutzte den Augenblick, um den Brief zu falten und ihm die Aufſchrift zu geben.

Wo iſt Brion?

Wahrſcheinlich noch bei der Graͤfin Frangoiſe! Er muß ihr doch treu ergeben ſein. Solche Treue troͤſtet jede Frau.

Sag ihm, wie die Umſtaͤnde mit Lannoy liegen, und was mich zu dem Schritte genoͤthigt. Er ſoll der Graͤfin den Brief uͤbergeben, und ſie in liebevoller Weiſe auf die Nothwendigkeit der Maßregel aufmerkſam machen. Setze in einer Nachſchrift hinzu, daß ich ihr fuͤr die Bagatellen, welche ich zuruͤckerbaͤte, Schloß Chenonceaur ſchenkte am Cher in der Touraine, baſta!

Che er dieſe entſcheidenden Worte geendigt hatte, riß er das Fenſter auf, und rief in den Hof hinab nach ſeinem Montpezas, der voruͤberſchritt: Montpezas, beſtelle Roſſe, Fackeln und Jaͤger, in einer halben Stunde brechen wir auf zur Jagd.

Florentin hatte die dreiſte Abſicht, der Graͤfin Fran⸗ coiſe den Brief mit der entſetzlichen Forderung ſelbſt zu uͤberreichen. Man kann nicht wiſſen, dachte er, wie ſolch