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iſt gefuͤrchtet und maͤchtig, Ihr werdet nicht ohne Noth ſei⸗ nen Stolz herausfordern wollen!
Zur Sache, Praͤlat, und rede nicht, als ob ich mich
vor einem Seigneur fuͤrchtete.
Die Sache, Sire, wäͤre etwa folgende: Im Begriff, die Schweſter des Kaiſers zu ehelichen— wenigſtens ſagt doch der Traktat ſo— ſeid Ihr durch den politiſchen An⸗
ſtand genoͤthigt, von der Graͤfin Frangçoiſe dasjenige zu⸗
ruͤck zu verlangen, was ſie als unzweideutige Zeugniſſe Eures Liebesverhaͤltniſſes beſitzt, und was ſie zu aͤrgerlicher Verhoͤhnung der ſpaniſchen Braut gelegentlich aufzeigen koͤnnte.
Aber ſie hat ja nie eine groͤßere Schenkung von mir angenommen!
O, die groͤßeren Schenkungen haͤtten nichts zu ſagen.
Schloͤſſer und Waͤlder ſprechen nicht von Liebe; aber die
kleineren Dinge, Ringe und Spangen, Deviſen und Briefe, ſie ſind die gefaͤhrlichen Zeugen zaͤrtlicher Neigung, ſie ſpre⸗ chen zu deutlich und ſprechen unumwunden—
Hier wurde das Geſpraͤch unterbrochen durch den Ein⸗ tritt der Herzogin Louiſe. Sie war in großer Bewegung, daß Margaretha noch heut Abend Cognac verlaſſen, und daß Fraͤulein von Heilly ſie begleiten werde.
Thoͤrichte Weiber!
Vor allen Dingen aber, ſetzte die Herzogin hinzu,
gieb Befehl, wer Lannoy empfangen, und was mit ihm ge⸗ ſchehen ſoll; er geht unten in der Halle auf und nieder, und Niemand empfaͤngt ihn, alle Welt iſt verſtoͤrt von dem geſpenſtiſchen Wiedererſcheinen der Chateaubriant.


