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Praͤlat! Die Wahrheit iſt immer nackt, aber ſie allein hilft! — So ſtört Ihr, Sire, Euer Wohlſein, ſtoͤrt Euch da⸗
durch den freien Blick, welcher jetzt ſo überaus noth thut, ſtoͤrt die Eintracht und den einigen Eifer Eurer Umgebun⸗ gen, ſtoͤrt die Unterhandlung mit Spanien am empfind⸗ lichſten Punkte. Ich weiß genau, daß der Kaiſer, ein buͤr⸗ gerlicher Familienvater, vor allen Dingen einen Beweis zarter Ruͤckſicht fuͤr Eleonore ſeine Schweſter, Eure traktat⸗ maͤßige Braut erwartet. Darin beſonders, hat er zu ſei⸗ nem Beichtvater geaͤußert, werde er Euren guten Willen erkennen, und wenn der vorhanden ſei, hat er hinzuge⸗ ſetzt, ſo finde ſich alles Uebrige leichter. Dann konne er Euch Zeit laſſen, Euch mit dem Lande zu einigen uͤber die Opfer, welche der Traktat heiſche, und mit einem ruͤck⸗ ſichtsvollen Schwager gaͤbe es in allen Dingen eine leichtere Einigung. Der Kaiſer nun, Ihr muͤßt Euch deſſen erin⸗ nern, wurde auch von dem Augenblicke an zugaͤnglicher, als die Graͤfin Chateaubriant Madrid verlaſſen hatte, und als die Kunde laut wurde, Euer Verhältniß mit dieſer Dame ſei aufgeloͤſ't. Trotz dem wurde mir damals ſchon durch dritte und vierte Hand, vom Kaiſer und der Koͤnigin Eleonore ausgehend, mitgetheilt, daß letztere nicht an Eure aufrichtige Abſicht eines ehrenvollen Ehebündniſſes glau⸗ ben koͤnne, bevor Ihr nicht ein gewiſſermaaßen officielles Zeugniß Eures Bruches mit der Graͤfin an den Tag gelegt haͤttet. Es ſei mit dieſer Dame ein ganz anderes Verhaͤlt⸗ niß, als mit irgend ſonſt einer, welcher ſich Euer lebhaftes Temperament in leichter Neigung zuwende. Dieſe Graͤfin


