Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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zu haben, und wie ein Betrogener mich verlacht oder be⸗ dauert zu wiſſen! Das muß ein Ende nehmen! Heda Praͤlat!

Dieſer Ruf galt Florentin, welcher ſich eben mit den Uebrigen aus dem Speiſeſaale entfernen wollte.

Der Koͤnig trat in ein anſtoßendes kleines Zimmer, und ſtellte ſich unter das Bogenfenſter, welches eine ſchoͤne Ausſicht bot nach der tief unten fließenden Charente und nach den jenſeits aufſteigenden Wieſen und Waͤldern, welche mit dem erſten Gruͤn des Fruͤhlings uͤberflogen wa⸗ ren. Die Welt wird wieder ſchoͤn, dachte er, nur mir ſoll kein neuer Fruͤhling vergoͤnnt ſein.

Ihr muͤßt Lannoy empfangen, Florentin! ſagte end⸗ lich der Koͤnig, indem er ſich umwendete, und mit haſti⸗ gen Schritten im kleinen Zimmer auf⸗ und niederging. Muͤßt ihn hinhalten, ſetzte er hinzu, ich will ihm Feſte geben, um ihn zu zerſtreuen. Sagt ihm, er ſollte mit mir nicht vom Traktate ſprechen, ich waͤre ſehr aͤrgerlich, bei den Burgundern und allen uͤbrigen Franzoſen ſo große Schwierigkeit in Betreff des Traktats zu finden, aber er ſollte mich nur nicht uͤberdraͤngen, ich wuͤrde es ſchon dahin bringen, daß die weſentlichen Punkte gehalten wuͤrden, obwohl ich eigentlich durch die Kirche vom ganzen Traktate dispenſirt ſei.

Gaͤb's keine andern Schwierigkeiten, Sire, dann waͤre unſre Sorge nicht groß. 8

So?— Was giebt's denn ſonſt?

Eure Majeſtaͤt peinigen ſich unbegreiflicherweiſe mit todter Neigung und eingebildeter Verpflichtung.

Laube, Chateaubriant. III. 11

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