und indem er raſchen Wortes ſein Bedauern ausdruͤckte, daß durch ſeine Schuld die Tafel unterbrochen worden, ge⸗ leitete er Frangoiſe zu ſeinem Sitze und winkte mit der Hand, daß man ſich wieder niederlaſſen moͤge. Waͤhrend dies von allen Seiten geſchah, fluͤſterte die Herzogin Louiſe dem Fraͤu⸗ lein von Heilly einige Worte zu, und verließ den Saal. Die Herzogin Margaretha und Fraͤulein von Heilly folgten ihr.
Der Koͤnig that, als ob er es nicht bemerkte, und ſprach angelegentlich zu Frangoiſe. Er hatte es aber ſehr wohl bemerkt, und er ſprach nur um ſo eifriger, je ſchwerer es ihm von Minute zu Minute wurde, der peinlichſten Empfin⸗ dungen Herr zu werden. Er hatte Frangoiſe zum Erſchre⸗ cken veraͤndert gefunden: der tiefe Gram, die ſchmerzlich errungene Entſagung waren wie ein zerſtoͤrender Winter⸗ reif uͤber ihre Schoͤnheit dahin gegangen, und von der fruͤ⸗ heren Heiterkeit ihres Weſens war jede Spur ausgeloͤſcht. Koͤnig Franz bedurfte in ſeiner jetzigen Lage vor allen Din⸗ gen munterer Anregung, denn er hatte ein ſchlechtes Gewiſ⸗ ſen. Die erhoͤhte Innigkeit, dieſe tragiſche Innigkeit Fran⸗ Foiſens war ihm jetzt wie ein unmittelbares Ungluͤck: er wollte nicht an die tiefer liegenden Kreiſe des Herzens er⸗ innert ſein, innerhalb dieſer Kreiſe gab es nur ſchmerzliche Vorwürfe fuͤr ihn. Deshalb verkuͤrzte er die erſte Begeg⸗ nung mit Francoiſe ſo ſehr, und fuͤhrte die Widerſtrebende ſo eilig unter die Tafelgeſellſchaft. Er hatte nicht nach Chimenen gefragt, er hatte auch nicht uͤberlegt, daß fuͤr Frangoiſe und fuͤr ſein eignes Verhaͤltniß zu ihr dieſe un⸗ vorbereitete Einfuͤhrung derſelben in einen feindlichen Ge⸗ ſellſchaftskreis die allermißlichſte von der Welt ſei. Und


