Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Berghoͤhen heraufſtieg und die blauen Nebel der Strom⸗ ſchlucht zertheilte. Nur links von ihnen, ſuͤdlich aufwaͤrts in's Pyrenäengebirg bot die Gegend dieſes Gebirgsſchau⸗ ſpiel eines dampfenden Stroms, der tief unten zwiſchen ho⸗ hen Bergen hervorbricht. Rechts von ihnen erweiterte ſich das Land zu einer kleinen Huͤgelebene, in deren Mitte das unſcheinbare Staͤdtchen Irun liegt. Die Bidaſſoa wird hier ruhig, und durch die herauf ſteigende Meeresfluth maͤchtig, denn der Ocean iſt noͤrdlich nur noch eine Viertelmeile ent⸗ fernt, und man ſieht ihn an der Muͤndung des Fluſſes her⸗ einglaͤnzen in zwei ſchmalen Streifen; inmitten der Bidaſ⸗ ſoa⸗Muͤndung ſteht naͤmlich ein hoher Fels und zertheilt die Ausſicht. Lautrec hatte ſich ein Zelt am Ufer aufſchlagen laſſen, und ſaß am Eingange deſſelben mit den kleinen Soͤh⸗ nen des Koͤnigs, Franz und Heinrich, Knaben von acht und ſechs Jahren, die ſich freuten, den Vater wiederzu ſehn, und arglos von ihrer Luſtreiſe nach Madrid ſprachen. Neben dem Zelte ſcharrten und wieherten die Roſſe der koͤniglichen Dienerſchaft, und vor allen ein feuriger tuͤrkiſcher Hengſt, welcher prächtig aufgeſchirrt und fuͤr den Koͤnig beſtimmt war. Man erzaͤhlte heimlich, und nicht ohne ſich zu bekreu⸗ zigen, es habe die Regentin, Alles zur Befreiung ihres Sohnes in Bewegung ſetzend, auch mit dem Großtuͤrken, dem Sultan, Unterhandlungen angeknuͤpft, und der habe unter Anderem auch dies wilde Pferd geſendet mit dem Be⸗ merken, es werde den Koͤnig befreien.

Damals gab's noch keine Bruͤcke uͤber die Bidaſſoa, der geringe Verkehr von einem Lande zum andern wurde durch Kaͤhne bewerkſtelligt. Jetzt lag in der Mitte des Fluſſes