Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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goiſens halber? War auch die edle Margaretha neidiſch geworden uͤber die dauernde Herrſchaft Frangoiſens im Her⸗ zen des Koͤnigs? Er wußte es nicht, aber es war ihm dies ein Grund mehr, dieſen Weiberhof in Bayonne nicht abzu⸗ warten. Nur ein junges Maͤdchen, ein neues Hoffraͤulein neben der Regentin hatte ſeine beſondre Aufmerkſamkeit erregt, ſie hatte ihn auffallend an Chimene erinnert. Die abenteuerliche Spanierin konnte doch nicht Frangoiſe ploͤtz⸗ lich verlaſſen, die Knabenkleider, die mauriſche Hautfarbe abgeſtreift haben, um eine neue unbegreifliche Maskerade als Hoffraͤulein aufzufuͤhren?! Dies Hoffraͤulein hatte ſich ihm nicht genaͤhert, er hatte ſie nicht ſprechen hoͤren, er hatte nicht nach ihrem Namen gefragt.

Unterdeß war Koͤnig Franz wirklich auf dem Wege nach der ſpaniſch franzöͤſiſchen Grenze, begleitet von Lannoy und Alarcon, einem Kriegsführer des Kaiſers, und einer ſtarken Truppenabtheilung Reiter und Fußgaͤnger. Der letzteren halber machte man kurze Tagereiſen, und erſt am 17. Maͤrz brachte ein ſpaniſcher Bote Lautrec die Nachricht, der Koͤnig ſei bereits dieſſeits Toloſa und naͤhere ſich Font⸗ arabia, ſeiner letzten Station auf ſpaniſchem Gebiet; fuͤnf⸗ zig Reiter wuͤrden ihn bis an's linke Ufer der Bidaſſoa ge⸗ leiten, eine gleiche Anzahl nur moͤge franzoͤſiſcher Seits am rechten Ufer erſcheinen.

Auf dieſe Nachricht hin hielt Lautrec am Morgen des 18. Maͤrz vor dem letzten franzöſiſchen Flecken Andaie im Bidaſſoathale, und erwartete den endlich entſcheidenden Mo⸗ ment. Die funfzig gewaffneten Reiter ſchimmerten in der Morgenſonne, welche in ihrem Ruͤcken uͤber die franzoͤſiſchen