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und Erholung gegoͤnnt, nach der Charente hinab. Mit kei⸗ ner Sylbe verrieth er ſeine Kenntniß der Briefe: ſie ſollte vom Gluͤck uͤberraſcht werden. Es war ihr Schickſal, daß der gute Wille ihrer Freunde ſie uͤberall in's Ungluͤck fuͤhrte. Oder iſt dies immer das Schickſal guter Menſchen, wenn das Gluͤck ihnen abhold iſt? 4
Am fuͤnften Maͤrz um die Mittagsſtunde ſahen die neu⸗ gierigen Diener des Schloſſes Cognac einen Reiſezug die Ulmenallee heraufkommen. Es war voller Sonnenſchein, und vom hohen Schloſſe aus entdeckte man am Gipfelſaume des Parkwaldes ſchon jenen gelbgruͤnen Schimmer, welcher die erſten Blätterknospen des Jahres verraͤth, und den wirk⸗ lichen Eintritt des Fruͤhlings verkuͤndet.— Neugierig folg⸗ ten ſie alle dem fremden Diener— es war Guernard— auf die Rampe, und betrachteten forſchend die Ankoͤmmlin⸗ ge. Neben einer Senfte ritt ein baͤrtiger Seigneur, und neben ihm ſaß auf kleinem navarriſchen Pferde ein ſchoͤner Knabe mit afrikaniſch brauner Geſichtsfarbe.
Auf der andern Seite der Senfte ritt eine baͤuerlich gekleidete, wohlgenaͤhrte Frau, die ganz nach der Landes⸗ ſitte im Saintonger und Rocheller Lande wie ein Mann zu Pferde ſaß, und ſich mit beſonderem; Wohlgefallen das hoch liegende ſtattliche Schloß zu betrachten ſchien. Ein Rabe ſaß vor ihr auf dem Sattelknopfe. Hinter der Senfte folgte ein ſtattlicher Trupp Reiter, dem Anſcheine nach theils aus Seigneurs, theils aus Kriegsleuten beſtehend.
Eine hoch gewachſene, ganz ſchwarz gekleidete Dame ſtieg aus der Senfte, als der Zug auf der Rampe angelangt war. Der ſchwarze Hut, das ſchwarze Lockenhaar mochten


