Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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drangen, mit den Ausſichten, welche ihm des Kaiſers Aeußerungen oͤffneten, und als man zwei offene Stuͤhle in die Mitte des Saals rückte, damit die beiden Herrſcher nahe bei einander ſich niederlaſſen moͤchten, da beeintraͤchtigte die hohe breitſchultrige und doch fein gebildete Figur des franzoſiſchen Koͤnigs, der einen Augenblick ohne Brion's Stuͤtze aufrecht neben dem Kaiſer ſtand, dieſen blaſſen Kaiſer gar ſehr. Die roͤthliche Kerzenbeleuchtung erhoͤhte dem Koͤnige die dunkeln Schatten des baͤrtigen Antlitzes, der dunklen Augen, der gebieteriſchen Naſe, und faͤrbte guͤnſtig die augenblickliche Blaͤſſe des uͤbrigens energiſch gebildeten Antlitzes, waͤhrend ſie das roͤthliche Blond des Kaiſers in Haar und Bart, und das verwaſchene Weiß von deſſen blaſſem Geſichte nicht zu heben vermochte. Seine unſchoͤn zugeſchnittene Mittelfigur erſchien unvor⸗ theilhaft neben der des Koͤnigs, und nur das dunkelblaue, ſtillfeſte Auge konnte ihm für den aufmerkſamen Beobachter den Gedanken an eine Ueberlegenheit ſichern, die er wirk⸗ lich beſaß, und auch in jener Unterredung wirklich geltend machte.

Als ſie ſich geſetzt hatten, ruhte dies Auge eine Weile, welche Franz mit leichter Hoͤflichkeitsrede ausfuͤllte, auf dem Koͤnige, als wollte es an dem ſchoͤnen Gegner die offne Stelle, durch welche einzudringen, und den Mittel⸗ punkt, an welchem feſtzuhalten waͤre, entdecken. Dennoch war etwas ungewoͤhnlich, nicht bloß verſtaͤndig Maͤchtiges bei mancher Gelegenheit in dieſem Auge Kaiſer Karl's, es wurde zuweilen ſtarr, trat in ſich zuruͤck mit dem Blicke, und war dann von unheimlicher Anmuthung. Naſch wie