Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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hen Standpunkte anſah, als daß ihm ein Gedanke kaufmaͤnniſcher Ausbeutung ſolch einer Zuſammenkunft in die Seele gekommen waͤre. Da er alſo den Kaiſer koͤniglichen Stils ſich aͤußern hoͤrte, ſo gab er ſich alsbald ſeinem ritterlichen Naturel hin, auf keinerlei Einzel⸗Be⸗ dingung einzugehn, ja durch vornehmes Ueberbieten alles deſſen, was von Seiten des Kaiſers wie Zugeſtäͤnd⸗ niß oder Opfer ausſah, den koͤniglichen Ton in hoͤchſter Hoͤhe zu erhalten. Dies war aber gerade die Richtung des Geſpraͤchs, welche Kaiſer Karl am Lebhafteſten wuͤnſchte. Er fuͤrchtete eben, Franz werde genau und ſcharf die Bedingungen ſeiner Freilaſſung eroͤrtern wollen, und damit haͤtte er den Kaiſer, der außer von Gattinara noch von drei Granden des Reichs begleitet war, in die übelſte Lage verſetzt. Denn er konnte es wohl wagen, mit⸗ ten unter der großſinnigen und ſtolzen Grandezza das ver⸗ deckte, unuͤberſehbare Spiel der Politik mit mancherlei kleinen Mitteln zu treiben, dieſe Mittel erſchienen niemals officiell oͤffentlich; aber er konnte den ſtolzen Sinn der Gran⸗ dezza nicht ohne Gefahr ſo beleidigen, daß er einem beſiegten, und von aller Ariſtokratie Europa's hochgeachteten Koͤnige uͤbertriebene Bedingungen der Freilaſſung aus Kriegsge⸗ fangenſchaft muͤndlich wiederholt haͤtte, oder billige For⸗ derungen des Koͤnigs maͤkelnd und feilſchend abgeſchlagen haͤtte. Er war ohnedies in allem was königliche Erſchei⸗ nung betrifft, und was ſeinen moraliſchen Eindruck nie verfehlt, gegen dieſen franzoͤſiſchen Koͤnig im Nachtheile, obwohl dieſer krank war. Die Lebenskraft des Koͤnigs Franz erhoͤhte ſich mit den Anſpruͤchen, welche auf ihn ein⸗ 3*