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und eine druͤckende Stille herrſchte hierauf in dieſem Ge⸗ mache. Man ſah, daß es Koͤnig Franz verſtanden hatte, eine hohe Roͤthe flog ſchnell uͤber ſein eingefallenes, vom ſtarken Barte beſchattetes Antlitz; aber die Roͤthe ging raſch voruͤber wie ſie gekommen war, regungslos blieb Franz auf ſeinem Lager, man ſah nur am zitternden Hemd, daß ſeine Bruſt maͤchtig arbeitete, die koͤrperliche Ermat⸗ tung ſchien den moraliſchen Schwung nicht aufkommen zu laſſen.
Wohl denn! ſprach Montmorency, ſo werd' ich ihn abweiſen an der Thuͤr, und ihm ſagen, daß er zu ſpaͤt komme!
Weh uns! ſeufzte Brion, waͤhrend Montmoreney ſein Vorhaben auszufuͤhren nach der Thuͤre ſchritt. Montpezas, ein franzoͤſiſcher Edelmann, der ſich mit ritterlicher Hin⸗ gebung ſeit dem Tage von Pavia zum Leibdiener des Koͤ⸗ nigs gemacht hatte, trat in dieſem Augenblicke ein, und rief: der Kaiſer folgt mir auf dem Fuße!
Fuͤhr ihn in den Sternenſaal, Montmorency! rief jetzt ploͤtzlich und Allen zum Erſtaunen Koͤnig Franz, waͤh⸗ rend er ſich krampfhaft aufrichtete— dort werd' ich ihn ſelber empfangen!
Kein Andrer vielleicht als Montmoreney haͤtte dieſem Befehle eine Folge zugetrant, denn Koͤnig Franz, vom Lager auf den Teppich tretend und ſich aufrichtend zitterte und ſchwankte wie ein vom Winde bewegter Baumzweig, und er mußte mit beiden Haͤnden nach dem hinzu eilenden Brion faſſen, um ſich aufrecht zu erhalten.
Aber Montmorency ging, und Koͤnig Franz, obwohl


