Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Montmorency, von hoͤchſtem franzoͤſiſchem Stolze in dieſem Saale, hatte den Kaiſer ſtumm begruͤßt und in die⸗ ſen Salon geleitet. Auch der Kaiſer hatte geſchwiegen, bis ſie eingetreten waren; dann wendete er ſich mit einem hoͤflichen Ausdruck des Antlitzes an den einfach gekleideten Seigneur, deſſen Geſicht, einfach ſtarke Zuͤge und For⸗ men zeigend, ſtockernſthaft drein ſah, und ſprach: Euer Name, Herr?

Montmorency.

Ah, es freut mich, den Herrn eines ſo alten und be⸗ ruͤhmten Namens kennen zu lernen.

Es freut mich nicht, daß Eure kaiſerliche Majeſtaͤt ihn unter ſolchen Umſtaͤnden kennen lernt.

Euer Köoͤnig iſt unwohl?

Langeweile macht krank; er und ich nehmen uns beſſer aus, wenn wir zu Pferde ſitzen und die Trompete ſchmet⸗ tert

Wie bei Pavia! J hweiß es ſetzte er raſch hinzu mit einer leichten Handbewegung, welche ein Zucken der Haͤnde Montmorency's beſchwichtigen zu ſollen ſchien daß die franzoͤſiſchen Herrn mit einer bewundernswerthen perſoͤnlichen Tapferkeit gefochten haben, und daß ich den Erfolg des Tages nur ihrem Ungluͤcke und Gottes Gnade fuͤr mich ſchuldig bin ich will nicht hoffen, daß es mein königlicher Bruder Franz von Frankreich iſt, welcher dort der Stuͤtze eines Fuͤhrers bedarf!?

Ihr ſeht den Koͤnig von Frankreich! erwiderte barſch Montmorency.

Laube, Chateaubriant. III.

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