Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Perſon iſt. Warum ſte der Herzog uns allen ſorgfältig verbirgt, mag Gott wiſſen, vielleicht eben um ihrer Schoͤn⸗ heit und ihres Reizes willen, die keinem Franzoſen be⸗ ſtimmt ſein ſollen.

Es war der erſte gluͤckliche Tag, den der Koͤnig in ſeiner Gefangenſchaft verlebte, er hoffte mit Ungeduld auf den Abend; das ſchwankende Bild Chimenens, welches er aus der Erinnerung hervorzuholen trachtete, verſchoͤ⸗ nerte ſich noch in ſeinen ungewiſſen Zuͤgen mit dem Nebel ſpaniſcher Mondnacht, mit den Steigerungen, welche ihm der durch Leid uͤberſpannte Koͤnig beilegte, und nahm all ſein Sinnen und Traͤumen ein. Er beachtete die officiell eingehende Nachricht nicht, daß ſeine Schweſter wirklich unterwegs zu ihm ſei, er beachtete nicht, daß der Herzog von Infantado, der Biſchof von Osma und andere Gran⸗ den ihm mit ungewoͤhnlicher Zuvorkommenheit an dieſem Tage aufwarteten, und mit ungewoͤhnlicher Zuverſichtlich⸗ keit verſicherten, der Koͤnig von Spanien werde nicht laͤn⸗ ger ſaͤumen, ſich perſoͤnlich in Madrid einzuſtellen und die mißlichen Umſtaͤnde des Koͤnigs von Frankreich zu ſchlich⸗ ten er harrte nur des Sonnenuntergangs, und beklagte ſich nur uͤber die Hitze des Tages.

Dieſe Stimmung ſchlug indeſſen in die entgegengeſetzte uͤber, als der Abend kam, als eine Stunde nach der an⸗ dern dem einſam am Gitter harrenden Koͤnige verging, ohne daß die Balkonthur ſich geoͤffnet, ohne daß der mit Sehnſucht erwartete Geſang ſich irgendwo erhoben haͤtte. Aus der Stadt heruͤber klangen leiſe die Serenaden ver⸗

liebter Kaſtilier, aber um den alten Palaſt her regte ſich