Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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lebhaften Naturel des Koͤnigs keine Folgerung ziehn laſſe auf deſſen wirkliches Herzensintereſſe, aber er ſah mit freudigem Erſtaunen, daß ſich die jetzige Untreue des Koͤ⸗ nigs auf eine viel bedeutendere Art ankuͤndigte. Und wenn ihm dabei der Schmerz Francoiſens vor die Seele trat, ſo erſchien ihm auch daneben die eigne Liebe zu ihr, eine un⸗ endliche Liebe, die Erſatz bieten koͤnne fuͤr den Verluſt einer noch ſo reichen Welt. Denn zuverſichtlich und ſtolz war der Liebling eines Koͤnigs Franz.

Er theilte alſo dem Koͤnige bereitwillig mit, was er uͤber die geheimnißvolle Dame zu vermuthen ſich berechtigt glaube. Der Koͤnig werde ſich erinnern, daß die Graͤfin Chateaubriant in der letzten Zeit zu Fontainebleau eine junge Dame neben ſich gehabt habe

Foi de gentilhomme, ihh habe ſie am letzten Abende geſehn, und erinnere mich, daß ſie wie ein Engel aus⸗ ſah! Aber

Dieſe Dame war, ſo viel ich weiß, dieſelbe, welche auf Schloß Foir erzogen worden, eine Chimene von In⸗ fantado, die Tochter unſers Wirths des Herzogs von In⸗ fantado, der eine unerklaͤrliche Abneigung gegen ſie he⸗ gen ſoll.

Wie?

Ich weiß durch Meiſter Marot, daß ſie mit der Graͤ⸗ fin Schloß Fontainebleau verlaſſen hat, um nach Spanien heimzukehren, es ſcheint mir alſo, da ſie auch der Graͤ⸗ fin Lieder ſingt, ziemlich ſicher zu ſein, daß dieſe Unbe⸗ kannte und Chimene von Infantado eine und dieſelbe