Der ſpaniſche Koͤnig wird kommen, er muß kommen auf die Berichte, die man ihm abgeſtattet hat von Euch. Ihr werdet Euch ſprechen, und Euer Loos wird ſich wenden.
Wer biſt Du?
Hoͤrt mich weiter, koͤniglicher Herr! Eure Schweſter, die Herzogin Margaretha hat von unſerm Koͤnige verlangt, daß er ihr Zutritt geſtatte nach Spanien und in den Alca⸗ zar; ſie hat ihn erlangt, ſie kommt, Euch zu troͤſten, Euch zu pflegen, Euch zu befrein, und ſie fuͤhrt mit ſich—
Fuͤhrt ſie Dich mit ſich, wenn ſie mit mir von hinnen zieht?— Gutes Kind, der Weg uͤber die Pyrenaͤen iſt weit und ſchwer von Madrid fuͤr einen gefangenen Koͤnig von Frankreich, und der Kaiſer in Toledo iſt weit und ſein Herz liegt tief, die kleinen Mittel ſinden es nicht aus, für mich lebt nur Troſt im Herzen des Weibes!
Nun, dies Weib, deſſen Herz euch gehoͤrt, naht—
Waͤre ſie da!
Morgen veelleicht iſt ſie ſchon da!
Warum nicht heute, warum nicht jetzt? Ich habe keine Zeit zu warten, mein Leben verſiegt— laß ſie da ſein, reich mir Deine Hand, Euer Kaiſer hat mir ſo viel Frei⸗ heit gelaſſen, daß ich gerade Deine Fingerſpitzen berühren und in der Beruͤhrung mein erſtarrtes Blut wieder beleben kann!
Und Ihr fragt mich nicht, wer mit Eurer Schweſter kommt? 3 Ich habe keine Zukunft, ſchenk mir die Gegenwart! Man kommt!
Mit dieſen Worten trat die Dame raſch in's Zimmer


