Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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den Gelegenheiten des Landes und der Landesſitte ver⸗ traut, welche in den ihm zunaͤchſt liegenden Kreiſen maͤch⸗ tig ſei, ihm wenigſtens ein beſchraͤnktes Paradies zu ſchaf⸗ fen, welche vielleicht, denn Phantaſie will keinen Zuͤgel, aus dem Herzen des ſpaniſchen Landes heraus ungewoͤhn⸗ liche und deshalb mit der Ehre verträgliche Befreiung er⸗ ſchaffen koͤnne. So waren ſeine Traͤume ſchon bei der un⸗ bekannten Saͤngerin, und ſein Auge ruhte unwillkühr⸗ lich auf jenem Balkone, als in der That eine Frauenge⸗ ſtalt dort erſchien, und ihn unwillkuͤhrlich von ſeinem Sitze emporzog, wie man von den Mondesſtrahlen ſagt, daß ſie den toͤdtlich getroffenen Menſchen⸗Vampyr wieder beleben und zu voller Lebenskraft wieder aufrichten. Franz war vielleicht der Frauenliebe gegenuͤber eine ſolche Vam⸗ pyr⸗Natur, und eine Atmoſphaͤre neuer Frauenliebe hatte die Kraft uͤbernatuͤrlicher Belebung fuͤr ihn. Er ſchritt wie von Geiſtern getragen leiſe aber unaufhaltſam nach der linken Ecke des Eiſengitters, wo er dem Balkone und der weißen Frauengeſtalt am Naͤchſten, bis auf einige Schritte nahe war. Das Herz ſchlug ihm in lange entbehrter Freude, als er im Mondesſchimmer eine feine jugendliche Geſtalt zu erkennen glaubte, und mit einer Stimme, die ſuͤße Erregung verrieth, ſprach er kaſtiliſch: Wer biſt Du Engel, der mich in tiefem Leid erquickt?

Koͤnnt' ich Euer Leid vermindern! klang die Er⸗ widerung im reinſten Franzoͤſiſch waͤr' ich ein Engel, Euch waͤre ſchon geholfen! Ich bin nur ein Bote, der Euch verkuͤndigt, die beſſere Zeit ſei unterweges

Sie iſt ſchon da mit der Verkuͤndigung!

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