Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Es war eine jener zauberiſchen Naͤchte Italiens: un⸗ ter dem beginnenden Mondſcheine ſchwamm ein weißer Duft, welcher die Gegenſtaͤnde phantaſtiſch einhuͤllte, und die von der Hitze des Tages befreiten Menſchen ſchwaͤrmten ſingend umher zwiſchen Weinbergen und Maisfeldern. Frangoiſe und Budé waren unter ihnen, als ein großer Trupp walloniſcher Reiter aus der Feſtung heraus die Straße entlang gezogen kam. Sie huͤllten wie in einen ehernen Mantel den koſtbaren Gefangenen ein, aber die ahnende Liebe, Francoiſe, meinte uͤber all die verdeckenden Reiterkoͤpfe hinweg die weiße Feder, die eigenthuͤmliche Kopfhaltung ihres Koͤnigs zu entdecken, ſie verließ haſtig den Arm Bude's und riefFrangois! die weiße Fe⸗ der wendete ſich, aber der Zug ſetzte ſich in Trab, Budé trat zu ihr, und ſchalt ſie eine Thoͤrin.

Am andern Morgen wurde es kundig, daß die Liebe ganz recht geſehn, und daß Koͤnig Franz Pizzighetone ver⸗ laſſen habe. Budé flog mit Francoiſe zu Pescara nach Mailand dorthin, hieß es, ſei der Koͤnig, obwohl er zum Thor von Piacenza heraus gefuͤhrt worden ſei. Der Koͤnig war nicht in Mailand, und Pescara ſtellte ſich, wie Budè glaubte, ebenfalls uͤberraſcht. Lannoy, ſagte er nachdenkend zu der eindringlich bittenden Frangoiſe, hat davon geſprochen, den Koͤnig nach Neapel zu bringen

Nach Neapel, Budé!

Umſonſt eilten ſie dahin, Pescaire und Bourbon wa⸗ ren ebenfalls getaͤnſcht, auch ihnen wurde der Koͤnig entfuͤhrt!

In Valencia ward er gelandet, und dort von den ſchoͤ⸗