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zuckte ſie wie ein Dolchſtich; denn ſie wußte wohl, daß hiermit die Auflehnung gegen ihr Regiment begann, und daß die Revolution jetzt von allen Seiten uber ſie herein⸗ brechen werde. Aber ſie beſaß ein maͤchtig Naturel: Keine Schwaͤche zu zeigen war jetzt die Hauptſache, und ſie ſah auf die duͤſteren faltenreichen Geſichter der Parlamentsräͤthe mit großen, feſten Augen, und ſo lange, daß mancher von ihnen ſeinen Blick ſenken mußte. Die Gewohnheit des Herrſchens iſt zur Haͤlfte die gerechte Faͤhigkeit des Herr⸗ ſchens: die Parlamentsraͤthe waren im Rechte, und der fragend ſtrafende Blick der Regentin ſetzte doch einige in die Verlegenheit des Unrechts. Sie ſprach kein Wort zu ihnen, ſondern winkte dem Diener. Dieſer ſchien ſie zu ver⸗ ſtehen, und ging hinaus. Unterdeß faltete ſie die Briefe; als ſie damit fertig und der Diener noch nicht zuruͤck war, ſtand ſie auf, und ſchritt auf die Parlamentsraͤthe zu. Der Vicepraͤſident derſelben hielt dies fuͤr den erwarteten Augenblick, und begann zu reden—
Geduld! unterbrach ſie ihn, noch iſt Wichtigeres zu erledigen, als Euer Beileid anzuhoͤren!
Nicht unſer Beileid allein auszudruͤcken ſind wir ge⸗ kommen—
Es iſt Euer Amt, Alles in Beſchwerden einzuhullen, unterbrach ſie ihn von Neuem— und ſo werdet Ihr denn auch im Augenblicke großer Landesgefahr die Erſten ſein, welche mit Klage und Beſchwerde Entzweiung erheben werden, ſtatt auf doppelt noͤthige verſtaͤrkte Einigung zu denken. Dies Klappern Eures Handwerks hat Euch bis⸗


