Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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von Savoyen; den Marſchall Foir⸗Lescun, Francoiſens zweiten Bruder nun iſt nur Lautree noch uͤbrig von dieſem Kriegsgeſchlecht! ach, und immer neue und neue! Nur die Helmfedern des Königs blieben immer noch hoch, und es gelang ihm noch einmal, mit voller Wucht vorzudringen. Pescaire ward geworfen und verwundet, Lannoy mußte zu⸗ ruͤck, es hat einen Augenblick in der Mitte ausgeſehen, als ſei der Sieg noch moͤglich, aber ach! wie ſoll ich's beſchrei⸗ ben?! Ich hatte mich mit meinen Leuten mehr und mehr nach rechts zuruͤckgedraͤngt, in die keilfoͤrmige Oeffnung hin⸗ ein, welche der Koͤnig in die Feinde bohrte, da werd' ich auf einmal mit Schrecken inne, daß es links neben und hinter mir leer iſt, leer! Der Herzog von Alengon hatte bei den Nachrichten: die Lanzknechte ſeien erwuͤrgt, der rechte Fluͤgel geworfen, La Paliſſe todt, Trémoille, Foix todt, und die Mitte kaͤmpfe nur noch für ihr Leben, er hatte den ſchwachen Kopf verloren, und ſich mit der ganzen Gens⸗ darmerie des linken Fluͤgels zu ſchmaͤhlicher Flucht ver⸗ haͤngten Zuͤgels gewendet, und das entſetzliche sauve qui peut

Unterbrecht Euch einen Augenblick, bat hier mit ſanf⸗ ten Worten der Biſchof Duchatel, die Frau Herzogin von Alengon iſt beſinnungslos!

Solch ein Wicht von Gemahl, der den Koͤnig und Frank⸗ reich ins Verderben geſtürzt, verdient keine Theilnahme, mein Kind, ſchrie die Regentin, indem ſie ihrer Tochtet beiſtand.

Nicht aus Theilnahme fuͤr ihn, aus Scham, Alengon zu heißen, vergingen mir die Sinne, Mutter.