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zu koſtbar, es iſt dem Lande doppelt koſtbar in dieſem Au⸗ genblicke, da ganz Frankreich zittert für Euren Sohn, un⸗ ſern Koͤnig. Wiſſet Ihr denn, was fuͤr eine Nachricht durch Paris fliegt wie ein gefluͤgelter Bote des Todes? Kein Menſch weiß, wo ſie her gekommen ſei, und doch lautet ſie in Worten Eures Sohnes, die Euch wie mir von erſchrecklicher Aechtheit erſcheinen muͤſſen“—
Welche Nachricht?
„Ihr habt keinen Brief vom Koͤnige?“
Nein.
„Aber Paris hat einen, und er iſt kurzen und ſchreck⸗ lichen Inhalts!“
Welches Inhalts?
„„Alles iſt verloren, nur die Ehre nicht,““„hat Koͤ⸗ nig Franz nach Paris geſchrieben.“
Gerechter Gott!
Von allen Seiten begleitete ein Schreckensſchrei dieſen Ausruf der Regentin, und eine Pauſe trat ein.
Habt Ihr ſelbſt dieſe Worte geleſen? fragte endlich zitternd die Regentin.
„Nein, gnaͤdigſte Frau,“ erwiederte Duchatel,„kein Menſch hat ſie geleſen, und doch zweifelt kein Menſch an ihrer Richtigkeit, und als ob ſie am Firmament geſchrieben ſtuͤnden fuͤr Jedermann, ſo hoͤrt man von Jedermann die
entſetzlichen Worte: Tout est perdu fors l'honneur!“
Es war eine Zeitlang todtenſtill im Saale; auch im Hofe des Hôtels war es unter den Volksmaſſen ploͤtzlich todtenſtill geworden, man hoͤrte nur den Regen plaͤtſchern,
und den reißend ſchnell herannahenden Hufſchlag eines


