Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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eigen war, huͤllte an jenem Tage Paris wie in ein graues Tuch. Als Bude in den ſteinernen Saal trat, war es ſo dunkel, obwohl um Mittagszeit, daß er mit ſeinem etwas kurzſichtigen Blicke zunaͤchſt nur die Regentin erkannte, welche mit haſtigen Schritten auf den ſteinernen Flieſen umherſchritt. Dies Höôtel, welches der Koͤnig vorzugs⸗ weiſe in Paris bewohnte, da vom Louvre erſt der uralte Thurm beſtand und die Tuilerieen, vierzig Jahre ſpaͤter erſt erbaut, damals dem Namen und der That nach nur Ziegeleien waren, dies Hötel, genannt des Tournelles, von der alten Mode, uͤberall Erkerchen und thurmartige Vorſpruͤnge und Thuͤrmchen anzubringen, und von dem alten Verſammlungsorte der zwoͤlf Parlamentsrichter, der

lange Zeit aus einem Thurmzimmer dieſes Hauſes beſtand,

war dem Koͤnige Franz niemals angenehm. Der alte fraͤn⸗ kiſche Geſchmack, welcher winklige Raͤume, kleine Fen⸗ ſter, ſchmale Treppen liebte, herrſchte darin trotz aller angebrachten Aenderungen, und dieſer Geſchmack beſchei⸗ dener Lehnsherrſchaft war dem modernen Koͤnige zuwi⸗ der. Er brauchte weite und große Verhaͤltniſſe, ſein Bau⸗ geſchmack hing eng zuſammen mit ſeinem ſouverainen Re⸗ gierungsgeſchmacke, uͤber welchen er ſich freilich, Ritter⸗ thum und neues Koͤnigthum kraus durcheinander miſchend, nicht ſo klare Rechenſchaft zu geben wußte als uͤber den Stil ſeiner Bauten.

Hoͤlzernes Getaͤfel bis an die Haͤlfte der Wandhoͤhe lief um die Mauern dieſes Saals herum, und war rings⸗ um einige Fuß hoch vom Boden zu Sitzen mit hoͤlzernen Armlehnen aus Eichenholz ausgearbeitet, ſo daß das

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