Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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ſchließenden Gelehrten benutzt, ſich im Vorzimmer verbor⸗

gen und den Brief an ſich gebracht hatte, ehe Budé noch aus dem Hauſe war. Er ahnte nicht, daß dieſer Menſch eben mit ſeiner Beute an ihm voruͤberſchritt nach den Zim⸗ 1 mern der Regentin hinuͤber, als die Herzogin Margaretha

ihm ſelbſt an ihrer Thuͤrſchwelle entgegentrat.

„Wir ſind in unglaublicher Pein, Budé,“— ſprach ſie,—„noch immer keine Nachrichten vom Heere, und Paris in kindiſcher Aufregung, und meine Mutter in beſter Laune, dies Alles uns entgelten zu laſſen.“

Uns?

„Uns, und zwar unter dem Vorwande, daß wir die Ketzerei beguͤnſtigten. Ich habe eben eine ſchmerzliche Scene mit ihr gehabt: ſie behauptet, das Volk rotte ſich zuſammen, weil es durch die fuͤrchterlichſten Prophezei⸗ hungen in Angſt und Schrecken geſetzt ſei, dieſe Prophe⸗ zeihungen gruͤndeten ſich aber darauf, daß vom Throne herab die Ketzerei geduldet werde, und daß dem Throne und Lande deshalb die aͤrgſte Zuͤchtigung bevorſtehe. Ihr ſeid's, rief meine Mutter, Du, Budé, Marot und was

ſonſt zu der heilloſen Chateaubriant haͤlt, die Ihr dieſe Gaͤhrung durch Euer Geſchwaͤtz erzeugt habt. Ich weiß„

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64 es, ſetzte ſie hinzu, daß Budé mit der Chateaubriant 5 Briefe wechſelt im Intereſſe der ſogenannten Kirchenreform,

8 und ich werde ihn ſammt ſeiner Graͤfin dem Volke zum Suͤhnopfer hinwerfen— heiliger Gott, ſeht nur, welche drohende Menſchenmaſſe aus allen Straßen quillt und ſich um das Hötel zuſammendraͤngt! Was iſt die Welt kindiſch! Du haſt doch nichts ſchriftliches ausgehn laſſen, was Duprat