Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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geliſches, und glaube ihm gern, daß dieſe Dinge, zum erſten Male in's Volk gebracht, garſtige Leidenſchaften aufſtacheln helfen. Belehre mich daruͤber, Budeé!

Aber vor allen Dingen ſprich mir von ihm, denn er iſt meine Welt, und alles Andere beſchäftigt mich nur in Bezug auf ihn. Daß Ihr keine Bilder mehr wollt in den Kirchen, das vergebe ich Euch ſo wenig wie er es Euch vergiebt. Keine Bilder! Und doch ſehen wir Alles, das Beſte nur im Bilde! Was haͤtten die Gluͤcklichen fuͤr ein Gluͤck ohne die Kunſt? Platten Vortheil. Und wie er⸗ truͤgen die Unglücklichen ihr Schickſal ohne ſie?!

Dieſer Brief kam viel ſpaͤter als Frangoiſe gehofft hatte nach Paris, und an dem verhaͤngnißvollen 24. Februar, an welchem ſie bereits eine Antwort erwartete, war er noch nicht in Budé's Haͤnden. Das mochte zum Theil an Lautrec liegen, der ſich von Toulouſe, der Hauptſtadt ſei⸗ ner Statthalterei, eben entfernt hatte, als Frangoiſe den Brief dahin ſandte, damit er von dort mit den Depeſchen nach Paris geſendet werde. Lautrec ritt um jene Zeit öfterer als noͤthig war an den Rhone hinuͤber, welcher die Grenze ſeiner Statthalterei bildete„ um den Nachrichten aus Ita⸗ lien naͤher zu ſein. Jedermann war darauf geſpannt, und wie dies bei großer Spannung zu geſchehen pflegt, beaͤng⸗ ſtigt durch boͤſe Ahnungen. Denn jede verſchobene Ent⸗ ſcheidung erregt krampfhaft die Phantaſte. Zum Theil mochte aber auch die ſpaͤte Ablieferung des Briefes in Pa⸗ ris ſelbſt ihren Grund haben: einem Frauenregimente 11*