Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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von der Natur zu Allem berechtigte Menſchen geſehen habe — Baptiſte war beinahe ſo, Guernard iſt es ganz und gar, denn er hat außer der Begabung eine Faſſung und Enthaltſamkeit, wie ſie wenigen Seigneurs erreichbar iſt — aber ich wage mich darin nicht weiter, und die Bauern⸗ ſcenen in Deutſchland haben mir allen Muth geraubt. Dem Koͤnige wuͤßte ich dies auch in keiner Form gefaͤllig darzuſtellen. Und noch Eins: wie kann man die Fuͤrbitte der Heiligen ausſtreichen wollen! Darin liegt ja das in⸗ nerſte Geheimniß der Liebe, der wunderbare Zauber, wel⸗ chen ein Menſch fuͤr den andern in Bewegung ſetzen kann durch bloße Kraft des Herzens. O nein! Ich weiß, daß ich vor Franz von dieſer Erde ſcheiden werde, und ich weiß, daß es mich noch in einer andern Welt begluͤcken wird, wenn ſich ſeine Gedanken zu mir wenden, und Hilfe hei⸗ ſchen von mir hierhin oder dahin. Das wird ja eben mein Geiſt, mein neues Leben ſein, daß ich wirke für das, was mir theuer geweſen iſt vom Beginn meines Gedaͤcht⸗ niſſes.

Schilt nicht, Budé! Was waͤre die neue Lehre, wenn ſie nicht auch vom Geſichtspunkte oder wenn Du willſt vom Herzenspunkte des Weibes beleuchtet und gebildet worden waͤre. Und von dieſem aus muß ich denn auch billigen, daß mein Praͤlat der Reform eine zu groͤbliche Ruͤckkehr zu den rohen Tendenzen und Traditionen des alten Teſtamen⸗ tes Schuld giebt. Ich finde in alle dem, was er mir da mittheilt von Iſaak und Jakob und von der fanatiſchen Lei⸗ denſchaftlichkeit der Juden wenig Erbauliches und Evan⸗

wenn ich unter dem Volke vollſtaͤndig begabte und dadurch