Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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doch immer woͤrtliche Aeußerungen von ihm, mitunter ſo⸗ gar einen Gruß, und erfahre genau, wie er ausſchaut und wie ihm zu Muthe iſt. Ach ja, nun muß ich es ſagen, Budé! Ich habe ſeit vierzehn Tagen keinen Brief von Marot, und in der hieſigen Gegend und uͤberall, von wo man eine Kunde hoͤrt, laͤuft wie unterirdiſches Donnern ein Geruͤcht umher, deſſen Urſprung kein Menſch zu be⸗ zeichnen weiß, und das in ſeiner Unbeſtimmtheit entſetzlich klingt: es ſei mitten in zauberhaften Gaͤrten Italiens bei Sonnenſchein und bei Mondenſchein eine ſchreckliche Schlacht geſchlagen worden zwiſchen Franzoſen und Spaniern, und es ſeien alle Franzoſen getoͤdtet worden, ſo daß ihre Leichen haͤuſerhoch geſchichtet laͤgen, und auf dem hoͤchſten Haufen laͤge der Koͤnig ſelber ausgeſtreckt, das todte Antlitz und die am Schwert erſtarrte Hand gen Himmel gerichtet!— Ein entſetzliches Geſpenſt, das gewiß unſere Moͤnche aus⸗ gebreitet haben; denn ſie ſprechen hier ſchon uͤberall von der ſtraͤflichen Nachſicht, die der Koͤnig gegen die Ketzer hege. Sagt mir doch mit dem ruͤckkehrenden Boten, was fuͤr Nachrichten aus Italien gekommen ſind: ich verharre in großer Angſt die zehn Tage, welche der Reiter braucht. Wie undankbar bin ich doch! Faſt haͤtte ich Euch zu danken vergeſſen fuͤr die Schriften, welche Ihr mir in meine Einſamkeit geſendet habt, und welche ich mit Hilfe eines ſprachkundigen Praͤlaten der Abtei, eines alten wuͤrdigen Herrn, großentheils verſtanden zu haben glaube. Freilich ſind meine Verſtandeskraͤfte nicht ſtark genug, um ſich mit einiger Zuverſicht des Reformplanes bemeiſtern zu koͤnnen. Ich muß meine Schwaͤche ſo weit eingeſtehen, daß ich noch