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ja mit abſcheulicher Sicherheit behauptet worden iſt, um mich bei meinem Koͤnige und vor aller Welt zu verderben. Gott vergebe es ihr, ſie hat ihn ja geboren! Und was waͤre ich ohne ihn? Ein nichtiges Ding, das Gottes Reich⸗ thum nimmer erkannt haͤtte. Denn ob ich ihn auch mit vielen Schmerzen erkenne, ich bin doch unendlich reicher, ja gluͤcklicher in dieſen Schmerzen als ich vorher war in der Armuth und Dunkelheit des Friedens. Alſo laß mich ſchwei⸗ gen, Bude, von den erſten Monaten dahier, als mir Lautrec und der Abt unten Alles das mittheilten, was ein Weib toͤdten mag, wenn ſie nicht liebt uͤber alles Weh hinaus. Das Schlimmſte waren die Aeußerungen des Koͤnigs, die man erfahren haben wollte, und die gewiß erlogen waren. Meiſter Clément, der gute, half mir von dieſer Pein. Wie viel gute Menſchen giebt es doch! Er entwich gewiß nicht bloß um der Regentin und um ſeinetwillen aus Paris, der gute Marot hatte gewiß auch meine Noth vor Augen, als er, der ſchuͤchterne Poet, ſeinen Weg in's Kriegslager nahm mitten in Gefahren hinein, deren er ſo ungewohnt. Und ſiehſt Du, Budé, daß ich Franz beſſer kenne als Ihr Alle ihn kennt: läͤchelnd und gnaͤdig hat er ihn, den die Mutter ſo angeſchwaͤrzt, aufgenommen und angehoͤrt, und hat ihm auf die Wangen geklopft und geſagt: Ja, ja, ſte moͤgen ihr arg mitgeſpielt haben!— Ich werd's dem vor⸗ trefflichen Clément nie vergeſſen, daß er mir damals aus dem Lager vor Pavia gleich geſchrieben hat, und ſeit der Zeit regelmaͤßig ſchreibt mit den Kourieren„die an Lautrec kommen. Wie koͤnnte ich es von Franz verlangen, der ſo üͤberhaͤuft iſt mit den wichtigſten Sorgen! So erfahre ich


