Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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es ja auch nicht verziehen haben, ich will ja gern ſpaͤter dafuͤr buͤßen, und es iſt ja doch auch nicht meine Schuld al⸗ lein. Warum hat Gott dem Koͤnige Franz die großen braunen Augen, den ſchalkhaften Mund, den ſtolzen Bart, die hohe Stirn, den maͤchtigen Wuchs, die koͤnigliche Hal⸗ tung, das ſinnige Wort, die unerſchoͤpfliche Regſamkeit ge⸗ geben, welche jeden Augenblick anders, jeden Augenblick unerwartet anſpricht und feſſelt! Er iſt eben mein Leben, und ich bin ihm nun einmal begegnet, iſt das nicht auch Gottes Sache, und kann ich gegen Gott? Mit meiner Conſtance aber thut mir Lautrec geradezu Unrecht, wenn er ſagt, ich ſei eine gefuͤhlloſe Mutter. Ach nein, Budè, das bin ich nicht! Was habe ich Alles aufgeboten, mein Kind zu haben, aber ach, die zuverlaͤſſigſten Menſchen haben mich dabei im Stich gelaſſen, vielleicht gar verrathen. Ihr erinnert Euch des breitſchultrigen Dieners mit roͤthlichem Haar, Namens Baptiſte, ſolltet Ihr ihn nicht in Blois ge⸗ ſehen haben? Der ſchien mir treu ergeben, und wollte mir meine Conſtance um jeden Preis zufuͤhren, er hat aber nicht Wort gehalten und wie ich hoͤre auf meine Koſten ſeinen Frieden gemacht mit dem Grafen. Was ſoll ich thun? Auch hierin muß ich wie in Allem auf meinen Franz war⸗ ten, er wird ſchon Rath wiſſen. Ach, Franz! Ich ſchreibe ſo haſtig hin, lieber Budé, um eine Angſt zu verbergen, die mich peinigt, und die ich Euch doch erſt am Ende des Briefes ſagen will, damit ich Euch, dem ich ſo unbeſchreib⸗ lich dankbar bin, doch in einiger Ordnung Nachricht von mir gebe. Nun ja, man hat mir's nicht geſchenkt, was Alles uͤber meine Flucht aus Fontainebleau ausgeſprengt,