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andere ſtreckte die Hand nach ihr ſelbſt aus.„In die Seine! In die Seine mit ihr! Damit die gute Koͤnigin Claude eine Kammerfrau finde unterwegs!“ ſchrie der Haufe mit wildem Gebruͤll, als er ſah, daß ſich der Ge⸗ genſtand der Entruͤſtung ſo gutwillig ergab.„Ein gutes Pferd iſt Goldes werth, wenn man's zu füͤhren weiß!“ ſang in dem Augenblicke, da die ſchwere Hand des Hand⸗ werkers ſte beruͤhrte, eine ſchallende Stimme neben ihr, und Francoiſe fuhr aufgeweckt wie eine Nachtwandlerin, ſei es von der ſie entſetzenden Beruͤhrung, ſei es von dem Geſange, mit Kopf und Hand in die Hoͤhe. Das Blut der Foir war in ihr erregt, und der Entſchluß ſchoß auf in ihrer Seele wie ein gluͤhender Wetterſchein, der Ent⸗ ſchluß, den Kampf anzunehmen auf Leben und Tod mit dem Schickſale. Mit aller Gewalt ſchlug ſie ihre Reitgerte raſchen Streiches einmal dem Bürger, der nach ihr griff, in's Angeſicht, das andere Mal auf den Kopf ihres Pfer⸗ des. Der Mann, in die Augen getroffen, taumelte zuruͤck, waͤhrend das Pferd in heftigem Satze den anderen umwarf und vollen Laufes auf der ſchlecht gepflaſterten Straße da⸗ hinflog, daß die Funken ſpruͤhten und die Menſchen aus einander ſtoben. Die Diener, laͤngſt mit Ungeduld dieſes Tempo's harrend, ſtuͤrmten ihr nach, und bei der ploͤtzlich eingetretenen Ruhe in der Rue royale hoͤrte man das Stampfen der galoppirenden Roſſe bald ferner und ferner.
„Marot's Chanſon hat ſie gerettet!“ rief lachend der Buͤrger, welcher umgeworfen worden war und ſich unbe⸗ ſchaͤdigt aufrichtete.„Wo iſt er?“ ſetzte er hinzu,„der Schelm war doch eben neben uns!“


