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gegen die Deviſe ſeiner Dame gefehlt. Dies iſt dann der Augenblick, Semblangay's Begnadigung als Suͤhne zu hei⸗ ſchen und eine wuͤrdige Stellung Euch auszubedingen neben der uͤbelwollenden Frau von Angouléme fur den Fall, daß der Koͤnig ſelbſt in den Krieg zoͤge. Nicht wahr, Ihr billigt meine Anſicht und folgt meinem Rathe, gnaͤdige Frau? „Ich danke Euch,“ erwiederte dieſe, indem ſie Budé die Hand reichte,„lieber Bude, aber ich finde weder in meinem Herzen noch in meiner Stellung ein Recht zu ſolcher Oppo⸗ ſition gegen den Koͤnig. Was Florentin ſagt, begreife ich kaum, und was ich davon begreife, das iſt mir zuwider. Ich liebe den Koͤnig und bin von ihm geliebt. Er iſt uͤbler Laune geweſen und hat mich des Anſehens nicht gewuͤrdigt, als er ſchied. Die Maͤnner ſind doch wohl alle mitunter rauh; mein Gott, wie viel ſchlimmer war ohne Veran⸗ laſſung oft Chateaubriant und hatte doch nicht die tauſend Regierungsſorgen, und meinte doch auch, mich zu lieben! Ihm fuͤgte ich mich, und ſollte Franz die Uebereinkunft bre⸗ chen um einer herben Stimmung, um einer Grille willen? Nicht doch! Wie moͤchte ich ihm wehe thun, der zu einer ſterbenden Gattin ging und beſtuͤrmt iſt von allerlei ſchwe⸗ rer Sorge und Pflicht! Wie naͤhme ich mich aus neben einer Gattin, die ihm ſo viel wird verziehen haben, auch um meine Schuld wird verziehen haben?! Zu ſeinem Troſte bin ich da, in ſolchem Augenblicke mehr als je; und auch wenn er mich ſo unwillig empfaͤngt wie er mich verlaſſen, es iſt ihm doch eine kleine Genugthuung, daß ich ihm folge und angehoͤre auch bei truͤber Zeit.“ Dabei winkte ſie nach den Pferden, und Bude kͤßte ihr


