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giebt, iſt des Bettelſtabes gewiß! Nichts bindet und dauert als gerichtlich niedergeſchriebenes Wort.—
Francoiſe ſah ihn gleichguͤltig an, waͤhrend Thraͤnen über ihre Wangen liefen.
„Nach dieſer Probe uͤbler Laune und Gleichguͤltigkeit — fuhr Florentin fort— ſind wir kaum noch eines locken⸗ den Erfolges gewiß, wenn ich Dich mitnehme zu unſeren Nonnen in Paris und dem Koͤnige vorenthalte, bis er den zerriſſenen Contract erneuert. Wer weiß, ob er nachfragt!“
Jedenfalls, gnaͤdige Frau, ſprach Bude, der im Saale auf⸗ und niedergegangen war und jetzt vor ihr ſtehen blieb, jedenfalls muͤßt Ihr ihm ein Zeichen Eures Unwillens geben und nun Eurer erſten ganz richtigen Regung folgen,
Paris in dieſem Augenblicke zu vermeiden. Dies Schloß
iſt ein wuͤrdiger Aufenthalt; verweilet hier; ich werde alle unſere Freunde unterrichten, und von morgen an ſollen die Duchatel, Marot, Primatice, Juſte und Lascaris einen Hof um Euch bilden mit mir und Couſin, der druͤben in der Minimenkirche malt, daß der Koͤnig mit Scham erkennen ſoll, wie wir ihm zum Trotz Anmuth, Schoͤnheit und Ver⸗ dienſt zu wuͤrdigen wiſſen, und wie wir in Euch ſo gut wie in ihm den Mittelpunkt unſeres geiſtigen Lebens verehren. Herzogin Margarethe, die ich ſogleich unterrichten werde, zoͤgert gewiß nicht einen Augenblick, neben Euch an die Spitze des Vincenner Hofes zu treten, und nur was lang⸗ weilig und abſichtsvoll iſt, ſoll in Fontainebleau bleiben. Unſer ſanguiniſcher Herr bereut jetzt ſchon, was er gethan, und einſehend, wo ſein beſſeres Leben weile, wird er buͤßend zum Hofe von Vincennes kommen wie ein Troubadour, der


