Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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Und der geſtattet ſo viel als noͤthig iſt zu einem Ge⸗ ſtaͤndniſſe, das man braucht!

Unſere Mittel, die Wahrheit zu erforſchen, ſiud aller⸗ dings beſchraͤnkt

Beſchraͤnkt! Sie ſind ſo unbeſchräͤnkt, daß Ihr die Angeklagten auch zum Geſtaͤndniſſe der Unwahrheit bringen koͤnnt! Beſchraͤnkt! Grauſam ſind ſie aber darum han⸗ delt ſich's nicht in dieſem Augenblicke, ſondern um Deinen Schwur bei Leib und Leben und unter dieſen Worten ſtand der Koͤnig auf und trat dicht vor Duprat, ihm in die grauen Augen blickend, als wollte er thm bis in's Innerſte blicken um Deinen Schwur, ob Du Semblangay fuͤr ſchuldig haͤltſt!

Ich halte ihn fuͤr ſchuldig.

Und zwar des Verbrechens, deſſen er angeklagt iſt? Antworte ohne Winkelzug!

Es war auf ſolche Frage allerdings kein Winkelzug, wie ihn das jeſuitiſche Gewiſſen Duprat's bisher geſucht und gefunden, mehr uͤbrig, das Verbrechen mußte ganz und blank begangen ſein und ohne verdaͤchtiges Saͤumen. Du⸗ prat, nie auf halbem Wege ſtehen bleibend, war der Mann dazu, und nach einem kaum bemerkbaren Zucken des Hal⸗ ſes, als ob eine Voreiligkeit hinabgeſchluckt werde, wieder⸗ holte er des Koͤnigs Worte: ſchuldig des Verbrechens, deſſen er angeklagt iſt.

Es entſtand eine lange Pauſe. Dann ſprach der Koͤnig wie fuͤr ſich:Armer Semblangay! Muth iſt die groͤßte Tugend und beherrſcht die Welt! Dann ſetzte er fuͤr

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