Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

keit des Koͤnigs wirkte gebieteriſch durch deſſen vornehme und maͤchtige Perſoͤnlichkeit und ſchlimmer Dinge ge⸗ waͤrtig auf den Herrn, welcher Niemand anblickte, ſon⸗ dern ſtarren Auges hinabſah auf die Waſſerflaͤche, als ob er den Wald von Vincennes heranziehen wolle, um ſo⸗ gleich dieſer unangenehmen Fahrt und Geſellſchaft ledig zu werden.

So ſtieg er auch ohne ein Wort zu ſprechen an's Ufer und zu Pferde, und ritt ohne ein Wort zu ſprechen von dannen, nur begleitet von den Leuten des unmittelbaren Dienſtes.

Frangoiſe ſah ihm lange Zeit nach, und erſt als Flo⸗ rentin fragte, ob es verabredet geweſen ſei, daß ſie nicht mit dem Koͤnige nach Paris reite, deutete ſie mit der Hand auf das Schloß von Vincennes, welches fernher aus dem Eichen⸗ und Buchenwalde ſchimmerte, und ſchritt langſam, geſenkten Hauptes voraus in den Waldesſchatten, denn die Sonne brannte blendend auf dem Ufer.

Waͤhrend die Freunde Francoiſens dieſe um Aufklaͤ⸗ rung uͤber das Betragen des Koͤnigs und mit Rathſchlaͤgen fuͤr die naͤchſte Zukunft beſtuͤrmten, ritt Koͤnig Franz in grimmigſter Stimmung nach Paris hinein. Die Depeſchen, welche er in Melun erhalten, berichteten nichts Geringeres, als daß Bonnlvet, wie fruͤher Lautrec, allein auf dem Wege ſei, ihm den Verluſt des Heeres anzuzeigen, und daß die Feinde, von Bourbon und dem Marquis de Pescaire ge⸗ fuͤhrt, gerades Weges auf die Provence marſchirten. Es