Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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Wetter des Koͤnigs auf dieſen in Fragen und Vorwuͤrfen⸗ die hinter einander herſtuͤrzten wie Donner und Blitz. Budè aber, oft zu ſanft und unentſchloſſen, hielt immer Stand, wo offenbarem Unrecht gegenuͤber zu treten war, und dieſe gemeſſene und wohl begruͤndete Oppoſttion brachte den Koͤnig in die alleruͤbelſte Stellung. Nachzu⸗ geben war ihm nicht mehr moͤglich, denn er war in all ſeinen Behauptungen allzu maßlos geſteigert worden, und es miſchte ſich in die Rechtfertigung Semblangay's allzu viel Suͤnde ſeiner Mutter und Suͤnde ſeines eignen, gar oft leichtſinnigen Regimentes. Dieſe Suͤnden aufzuhaͤkeln wie ein verworrenes Gewebe, das war am wenigſten in ſol⸗ cher Stimmung des Koͤnigs Abſicht, wohl aber ward es von Minute zu Minute ſeiner Stimmung angemeſſener, mit einem einzigen blutigen Streiche all dieſen laͤſtigen Kram zu erledigen, und mit einem ſchneidenden Worte der Ungnade und Verbannung die laͤſtigen Umgebungen abzu⸗ ſchuͤtteln. Wer die unbeſchraͤnkte Gewalt hat, iſt gar leicht in der Verſuchung, alle laͤſtige Logik mit einer ty⸗ ranniſchen Geberde zu erſticken.

Genug! rief denn endlich auch Koͤnig Franz, und es lag in dieſem Worte und in dem Geſtus, der ſie begleitete, und der von den Augenbrauen herabzuckte uͤber Schulter und Arm bis in die ſtarr ſich ausſpreizenden Finger, es lag darin eine Wuth, und es ging davon ein Schrecken aus, daß Frangoiſe ein ſchmerzlichesAch! ausſtieß, und daß Budé wie Florentin entſetzt einen Schritt zuruͤcktraten. Keiner wagte es mehr, die eintretende Todtenſtille zu un⸗ terbrechen. Sie ſahen ſchuͤchtern denn die Gewaltſam⸗