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ſetzte mit leiſem Vorwurfe hinzu, ob ſie denn des ungluͤck⸗ lichen Mannes bei'm Koͤnige vergeſſen habe. Sie hatte das nicht, aber es gab keinen uͤbler gewaͤhlten Augen⸗ blick, den Koͤnig in dieſer Angelegenheit anzutreten, als den jetzigen, keinen uͤbleren fuͤr die Bitte und fuͤr den Bittenden.
Das gute Herz Frangoiſens ließ ſie aber keine Ruͤck⸗ ſicht darauf nehmen, und als Budé und Florentin durch eine Handbewegung des Köonigs eingeladen waren, in das wieder in Bewegung geſetzte Fahrzeug einzuſteigen, erinnerte ſte mit ſanfter Stimme den König daran, daß er ihr gnaͤdige Ruͤckſicht auf Semblangay's Schickſal ver⸗ ſprochen habe, ſie aber eben von Bude erfahre, er ſei mehr als je in Gefahr.—
„Madame,“ unterbrach ſie der Koͤnig,„Ihr habt zu allen Dingen groͤßeres Talent als zur Politik; denn Poli⸗ tik heißt: das Noͤthige zu richtiger Zeit thun. Luſtig ſein, wenn Andere luſtig ſind, wird nicht zum Verdienſt ange⸗ rechnet, verſtimmt ſein, wenn Andere verſtimmt ſind, und Segel wie Steuer gehen laſſen, wie es dem Winde gefaͤllt, das iſt Jedermann erreichbar; in ſolchem Zu⸗ ſtande aber von dem gelangweilten Nachbar noch eine Ruͤckſicht in Anſpruch nehmen, welche leicht unabſehbare Mißlichkeiten in ſich ſchließen kann, dies, Madame, iſt ſo uͤbar die gebraͤuchliche Politik hinaus, daß Ihr ſelbſt unmoͤglich auf ein Gelingen rechnen koͤnnt.“
Ich verſtehe Euch nicht mein Koͤnig.
„Das wird mir einleuchtend!“
Eure Rede iſt dergeſtalt eingehuͤllt in Gewaͤnder von


