Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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ein erleuchtetes Cabinet, auf deſſen Flaͤche Semele gemalt war, Semele im Feuer Jupiters vergehend. Da hinein trat das Paar, das Wandfeld ſchloß ſich hinter ihnen, und, aus dem Cabinet einige Stufen niederſteigend, kamen ſie in die ebenfalls erleuchtete Zimmerreihe, welche Frangoiſe bewohnte.

Es harmonirte mit ihrem Sinne und dem Geſchmacke des Koͤnigs, daß ſie, offentlich uͤberall als Herrin behan⸗ delt, geheimnißvoll und entfernt vom Koͤnige wohnte. Denn des Koͤnigs Zimmer lagen auf der andern Seite der Gallerie, und noch geſchieden von dieſer durch Vorzimmer, Treppen und Gaͤnge, und die Thuͤre, welche der ſchlafende Nymph deckte, war unbekannt.

Das obige Geſpraͤch verlor ſich bei'm Eintritt in Lieb⸗ koſungen, und erſt als der Koͤnig Abſchied nahm, gedachte Francoiſe wieder der Sorgen, welche die mögliche Abreiſe des Koͤnigs erregt hatte. Nur eine kurze Zeit war der Liebesrauſch im Stande geweſen, die Sehnſucht nach ihrer Tochter in den Hintergrund zu drängen; jetzt erhob ſich dieſe Sehnſucht in voller Kraft. Ach nicht zu ihrem Heile! Haͤtte ſie gewußt, daß ein neuer Wendepunkt ihres Lebens nahe bevorſtünde, und daß es fuͤr dieſen von groͤßter Wich⸗ tigkeit ſei, Alles zu vermeiden, was dem Koͤnige in Be⸗ zug zu ihr einen verſtimmenden Eindruck geben koͤnne, ſie haͤtte geſchwiegen mit der Bitte um Entfuͤhrung ihres Kindes von Chateaubriant.

Ach das Kind! erwiderte er, den Kinder als unfer⸗ tige, immerdar fordernde Weſen gar nicht intereſſirten, und dem das Geſchoͤpf aus fruͤherer Umarmung ſeiner Ge⸗