an einem der letzten Juniabende angekuͤndigt, er werde am naͤchſten Morgen nach Paris reiſen, und es waͤre ihm an⸗ genehm, wenn ſie ihn begleitete. Der druͤckend warmen Jahreszeit wegen ſollte die Reiſe auf der Seine gemacht werden.„Du ſollſt mich erheitern, Frangoiſe,— ſetzte er hinzu,— es dringen von allen Seiten unguͤnſtige Nach⸗ richten auf mich ein, und der Gang nach Paris iſt mir ohnedies ein ſchwerer. Die Aufloͤſung Claude's iſt nahe be⸗ vorſtehend, und ich habe die peinliche Aufgabe, ein Weſen, das ich hochſchäͤtze, noch einmal zu ſehen. Es wird mir gar zu übel ausgelegt, wenn ich mich dieſer Form entziehe, und man hat Recht, auf Erfuͤllung einer ſolchen Lebensform zu beſtehen. Aber peinlich iſt ſie mir im hoͤchſten Grade, denn die von der Krankheit zerſtoͤrte Frau iſt kaum noch ein Schatten von dem, was ich an ihr geehrt habe, und wir wollen uns auch das Gebot der Form ſogleich zu einem an⸗ regenden Lebensacte ausbilden, wir wollen, nachdem ich den kurzen Beſuch erledigt, nach St. Denys hinuͤberreiten zu Jean Juſte, der noch am Grabe Ludwigs beſchaͤftigt iſt. Ich will den Eindruck des Sterbebettes zu Vorſtellungen uͤber ein Grabmal Claude's benutzen, damit wir den Plan dafuͤr ſogleich mit Jean Juſte feſtſtellen können. Du magſt bei Vincennes an's Land ſteigen, damit Du dort die Kleider wechſeln und Dich zu Pferde ſetzen kannſt. Reiteſt Du dann langſam durch die Stadt, ſo hole ich Dich bald hinter Paris wieder ein.“
Frangoiſe hatte von dieſer Mittheilung lauter uͤble Eindruͤcke. Sie hatte bisher immer, ſo weit es an⸗ ging, eben der Koͤnigin Claude wegen Paris vermieden,


