die Graͤfin Chateaubriant nicht mutterſeelen allein in der Fremde zu laſſen, und daß er bei ihr geblieben ſei, weil ſie geſagt, der Herr habe es befohlen. Erſt in Fontainebleau ſei er unſicher geworden, denn dort habe er zum erſten Male gehoͤrt, die Frau Graͤfin wolle gar nicht mehr Graͤfin Cha⸗ teaubriant heißen, und da habe er ſich ein Herz gefaßt, heimzureiten und bei ſeinem Herrn anzufragen, wie er ſich zu verhalten habe. Graf Chateaubriant glaubte dieſen Verſicherungen auch darum, weil er Baptiſte immer brav und beſonders immer einfach, keiner beſonderen Klugheit faͤhig geſehen hatte, er glaubte ihm und ließ ihm nur die ordinaͤre Peitſchenſtrafe, die Strafe fuͤr eine alltaͤgige Un⸗ geſchicklichkeit zukommen,— aber er war in ſeiner Herren⸗ ſicherheit doch erſchuͤttert durch das Betragen dieſes Dieners. Kurz, der arme Graf fhlte ſich uͤberall in Rand und Band des Lebens gelockert, und er muß deshalb nachſichtiger be⸗ urtheilt werden, wenn er im Verlauf der Dinge immer grimmiger und uͤbergreifender ſich geberdet.
Er ſaß waͤhrend des grollenden Wetters im Mittel⸗ ſaale des Thurmes und ſpielte mit den Locken ſeiner Toch⸗ ter, die ſich ihm auf den Knieen ſchaukelte und ſich immer enger an ihn ſchmiegte, in je tieferes Dunkel der weite, oͤde Raum gehuͤllt wurde, von deſſen dicken Waͤnden lebens⸗ große, aͤußerſt groͤblich gemalte Bildniſſe der verſtorbenen Grafen Chateaubriant geſpenſtiſch herabſtarrten. Der Stammvater des Hauſes beſonders, welcher dem Stuhle des Grafen gegenüuͤber hing und wahrſcheinlich nur nach der Phantaſie der genealogiſchen Vollſtaͤndigkeit zu Liebe gemalt war, hatte bei der dunklen, gewitterhaften Beleuch⸗


